Stadtradeln erreicht Halbzeit Bocholt mit großem Vorsprung auf Platz eins

Ein dunkel gekleideter Radfahrer fährt in Bocholt am Historischen Rathaus vorbei in Richtung Manes-Schlatt-Platz.
Bocholt radelt wieder mit großem Vorsprung: Die Stadt belegt mit 415.197 Kilometern derzeit deutschlandweit den ersten Platz für mittelgroße Städte. © Stadt Bocholt
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Bocholt tritt beim Stadtradeln 2026 kräftig in die Pedale – und das mit beeindruckendem Tempo. Zur Halbzeit der dreiwöchigen Aktion hat sich die Stadt nicht nur eine komfortable Ausgangslage erarbeitet, sondern setzt sich bundesweit an die Spitze der mittelgroßen Kommunen. Mehr noch: Der Vorsprung ist deutlich.

Nach zwölf Tagen stehen 415.197 Kilometer auf dem Konto der Bocholter. Damit liegt die Stadt klar auf Rang eins in der Größenklasse von 50.000 bis 99.999 Einwohnern. Wichtig: Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf folgenden Stand: Mittwoch, 13. Mai, 12.15 Uhr. Zum Vergleich: Offenburg im baden-württembergischen Ortenaukreis folgt mit 258.037 Kilometern – ein Abstand, der die Dominanz Bocholts in diesem Wettbewerb unterstreicht. In Nordrhein-Westfalen liegt mit deutlichem Abstand dahinter Gronau als zweitplatzierte mittelgroße Stadt bei 124.751 Kilometern.

Um 20 Prozent gestiegen

Diese starke Zwischenbilanz kommt nicht von ungefähr. Die Zahl der aktiven Teilnehmer ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent gestiegen. Insgesamt sind derzeit 383 Teams mit 3708 Radfahrern registriert. Gemeinsam haben sie bereits 40.057 Fahrten absolviert und dabei rund 68 Tonnen CO₂ eingespart. „Die aktuellen Auswertungen zeigen, dass die Begeisterung für das Fahrradfahren im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen hat“, sagt Karsten Tersteegen, Stadtmarken-Beauftragter bei der Bocholter Wirtschaftsförderung.

Ein wesentlicher Motor dieser Entwicklung ist der sportliche Ehrgeiz innerhalb der Stadtgesellschaft – besonders sichtbar im Wettbewerb der Schulen. An der Spitze der Teamwertung liegt aktuell das Mariengymnasium mit 53.318 Kilometern. Dahinter folgt das Bischöfliche St.-Josef-Gymnasium (Kapu) mit 46.952 Kilometern, gefolgt von der städtischen Gesamtschule Bocholt mit 21.893 Kilometern. Das Duell zwischen Mariengymnasium und Kapu hatte sich über weite Strecken ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, ehe sich das Mariengymnasium zuletzt leicht absetzen konnte. „Solche freundschaftlichen Duelle innerhalb der Stadtgesellschaft tragen maßgeblich zur Motivation bei und sorgen dafür, dass das Fahrrad auch für tägliche Wege konsequent genutzt wird“, so Tersteegen.

Fokus auf 800.000 Kilometer

Auch insgesamt zeigt die Entwicklung nach oben: Bereits zur Halbzeit wurde die Marke von 400.000 Kilometern überschritten. Die Stadt peilt bei anhaltender Dynamik ein Gesamtergebnis von über 800.000 Kilometern an. Damit würde Bocholt nicht nur an die starke Leistung des Vorjahres anknüpfen – damals standen mehr als 700.000 Kilometer und Platz eins in der Größenklasse zu Buche –, sondern diese sogar deutlich übertreffen.

„Ziel des Wettbewerbs ist es, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren im Alltag zu begeistern und gemeinsam ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zu setzen“, erklärt Sascha Terörde von der Stabsstelle Klimaschutz.

Bis zum 21. Mai bleibt nun noch Zeit, das Ergebnis weiter auszubauen. Die Organisatoren rufen dazu auf, auch in der zweiten Hälfte aktiv zu bleiben – sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder bei Freizeitfahrten. Jeder Kilometer zählt. Und Bocholt hat bereits gezeigt, wie viel zusammenkommen kann, wenn eine Stadt gemeinsam in die Pedale tritt.

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