BVB-Nachwuchsbosse über Dortmunds neue Toptalente „Die nächste Riege klopft längst an“

Die BVB-Verantwortlichen Paul Schaffran und Thomas Broich reden.
Die BVB-Verantwortlichen Paul Schaffran und Thomas Broich reden. © Jens Volke/BVB
Lesezeit

Herr Broich, Sie haben mal gesagt, Ihr Ziel sei es, bei Borussia Dortmund jemanden wie den nächsten Lars Ricken zu finden und auszubilden. Eine Identifikationsfigur, einen Spieler aus der Region, der den ganzen Weg vom Nachwuchsleistungszentrum bis zu den Profis geht. Haben Sie in der abgelaufenen Saison jemandem gefunden, der diesem Profil entsprechen könnte?

Mussa Kaba ist ebenfalls bereits im Dunstkreis der Profis aufgetaucht, hat aber eine Saison hinter sich, die von vielen verletzungsbedingten Ausfällen geprägt war. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass er in der neuen Saison wieder stabil ist? Wann kommt er dauerhaft für die Profis in Frage?

Wie wichtig war es, dass in der zweiten Saisonhälfte diese Tür aufgegangen ist und von Samuele Inacio und Luca Reggiani durchschritten wurde? Welche Bedeutung hatte das für die Wirkung nach außen, aber auch nach innen?

Vor einem Jahr haben Sie gesagt, sie wollen beim BVB das ideale Lernumfeld schaffen, indem sich die Spieler durch die Komplexität des eigenen Spiels extrem herausgefordert fühlen. Ist das gelungen?

Diese U19 hat erstmals seit elf Jahren die Meisterschafts-Endrunde verpasst. Wie schwer wiegt das in Ihrer Saisonbewertung?

Warum?

Niko Kovac fordert, dass die BVB-Talente nicht nur fußballerisch top ausgebildet sind, sondern auch athletisch genug, um Ausdauer, Zweikampfstärke, Robustheit und Widerstandsfähigkeit in die Waageschale zu werfen. Wird diese Komponente künftig noch stärker in die Arbeit im NLZ einfließen?

Ist das Verständnis für den eingeschlagenen Weg im NLZ überall gleichermaßen ausgeprägt? Wir vernehmen auch immer wieder kritische Stimmen, die mit dem Paradigmenwechsel von Erfolg zu Entwicklung fremdeln.

Wie sehr hilft es, in Ole Book einen Gleichgesinnten zu haben, der ebenfalls gerne auf junge Spieler setzt. Und in Lars Ricken jemanden, der die BVB-DNA mit eigenen Talenten stark propagiert?

Das NLZ soll ein verlässlicher Zulieferer sein für die Profis.

Dann könnte sich der BVB künftig die Millionen Euro für Talente aus Südamerika, England oder Frankreich sparen.

Wir müssen noch über die U23 sprechen. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga ist sie wieder stärker als Entwicklungsmannschaft eingeplant. Hat die Regionalliga West dafür das richtige Niveau?

Die Talente und Ihr Umfeld müssen aber auch das entsprechende Verständnis für die Regionalliga aufbringen, die weniger sexy ist als die 3. Liga.

Sie sind bereits registriert?
Hier einloggen