Borussia Dortmunds U23 hat den Wiederaufstieg in die 3. Liga deutlich verpasst, aber viele Talente herangeführt. Trainer Daniel Rios verteidigt den BVB-Weg.
Herr Rios, Platz fünf, 58 Punkte, kein Wiederaufstieg: Ist das für Sie unterm Strich eher eine enttäuschende Saison oder eine Übergangssaison mit nachvollziehbaren Brüchen?
Im Winter gab es bei fünf Punkten Rückstand die berechtigte Hoffnung, die Lücke auf Herbstmeister Fortuna Köln noch schließen zu können. Warum hat das nicht geklappt?
Im April hat Ihre Mannschaft Fortuna Köln geschlagen. Ist das nicht der beste Beleg dafür, dass grundsätzlich mehr möglich gewesen wäre?
Was war der entscheidende Grund, warum Fortuna Köln, Oberhausen, Schalkes U23 und Gütersloh vor dem BVB gelandet sind?
Ihre Mannschaft hat 66 Tore erzielt, aber auch 50 Gegentore kassiert. War fehlende Balance das größte Manko?
Die BVB-U23 kam als Drittliga-Absteiger in die Regionalliga. Wie schwer war es, mit dieser Favoritenrolle umzugehen?
Sie sind Anfang September aus der Rolle des Co-Trainers als Nachfolger von Mike Tullberg in die erste Reihe getreten. Wie sehr war diese Saison auch Ihre persönliche Lehrzeit?
Es gab in den vergangenen Jahren beim BVB regelmäßige Diskussionen darüber, welche Liga für die Ausbildung der Talente die richtige Bühne ist. Reicht die Regionalliga oder wäre die 3. Liga sportlich zwingend nötig?
Und der nächste Schritt für die U23 des BVB ist aus Ihrer Sicht die Rückkehr in die 3. Liga in der nächsten Saison?