Im Fall des spektakulären Schließfach-Einbruchs bei der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer kommt Bewegung in die juristische Aufarbeitung.
Nach eigenen Angaben konnten Daniel Kuhlmann für elf Betroffene Zahlungen in Höhe von insgesamt 250.000 Euro über deren Hausratversicherungen erreicht werden. Diese Mandanten hatten die Inventarlisten „genau nach unseren Vorgaben gemacht, waren von Anfang an dabei und konnten alles lückenlos belegen“, schreibt Kuhlmanns Kanzlei in einem Facebook-Post. Weiter heißt es in den Sozialen Medien: „Dies belegt, dass unsere Strategie die richtige ist. Wir bleiben am Ball.“
Parallel dazu hat der Dattelner Rechtsanwalt bekanntlich schon im Januar erste Klagen gegen die Sparkasse beim Landgericht Essen eingereicht. Nun steht auch ein Datum für das Gericht: Ein erster Verhandlungstermin ist für den 11. Juni angesetzt.
Kuhlmann wirft dem Geldinstitut vor, die Schließfachanlage nicht ausreichend gesichert zu haben. Grundlage seiner Argumentation ist unter anderem ein Gutachten, das auf mögliche technische und organisatorische Mängel hinweist. Die ausgewählten Klagen sollen als Musterverfahren dienen, um die grundsätzliche Haftungsfrage klären zu lassen.
3000 Schließfächer betroffen
Der Einbruch, der sich über Weihnachten 2025/2026 ereignete, gilt als einer der größten seiner Art: Mehr als 3000 Schließfächer waren betroffen, der Schaden geht in die Millionen. Für die einzelnen Opfer bleibt die genaue Schadenshöhe jedoch weiterhin eine Frage des Einzelfalls.