Darum geht‘s:
- Die Show „Weltreise“ bot Comedy, Musik, Tanz und spektakuläre Effekte.
- Jugendliche zeigten beeindruckendes Talent, wuchsen über sich hinaus und begeisterten.
- Ein Gottesdienst verband Glaubensgeschichten kreativ mit Elementen der Inszenierung.
Nach dem intergalaktischen Spektakel „Gahlians of the Galaxy“ im vergangenen Jahr ging es diesmal irdischer zu.
Gewöhnlich wurde es deshalb aber nicht. Statt Raumschiffen, Planeten und Science-Fiction-Kulissen führte die diesjährige Show die Zuschauer auf eine schrille, laute und herrlich absurde Schatzsuche rund um den Globus, auf die sich das Publikum nur allzu gerne einließ.
Jeweils 300 Besucher drängten sich am Freitag- und Samstagabend (29./30. Mai) in die restlos gefüllte Friedenskirche Dorsten-Hardt. Dazu kamen noch zahlreiche Besucher beim großen Showgottesdienst am Sonntag. Diesmal machte Ten Sing Gahlen aus der Friedenskirche kurzerhand einen Flughafen samt Sicherheitskontrolle, Reisekulisse und liebevoll gestalteten Details.
Monatelange Vorbereitungen
Monatelang hatten die Jugendlichen auf diesen Moment hingearbeitet. Geprobt wurde während der traditionellen „Showwoche“ täglich. Bühne, Technik, Tanz, Theater, Chor, Band und Jonglage mussten schließlich ineinandergreifen wie Zahnräder. Und trotz der drückenden Hitze der vergangenen Tage schien die Energie der Gruppe nahezu unerschöpflich gewesen zu sein.
Unter dem Motto „Weltreise“ führte die diesjährige Handlung durch unterschiedlichste Kulissen und Schauplätze. Die Zuschauer landeten in der Wüste, im Dschungel, im Himalaya und sogar am Nordpol beim Weihnachtsmann. Auf jeder Etappe warteten neue Hinweise, neue Aufgaben und neue absurde Begegnungen. Immer wieder wechselte die Show dabei mühelos zwischen Comedy, Musik, Tanz und spektakulären Effekten.
Musikalisch vielseitig
Auch musikalisch präsentierte sich Ten Sing erneut vielseitig. Die Band spielte live, der Chor sorgte immer wieder für gewaltige Klangmomente sowie „Bewegungsmoves“ und die Solisten bewiesen eindrucksvoll, wie viel Talent inzwischen in der Gruppe steckt.
Besonders spektakulär wurde es erneut bei den Jonglageeinlagen und teils sogar mit fünf Bällen. Die Gruppe kombinierte Jonglage mit Seilspringen, perfekt getimten Bewegungsabläufen und aufwendigen Formationen. Bemerkenswert ist, dass einige der Beteiligten vor wenigen Monaten praktisch noch keinerlei Erfahrung in diesem Bereich hatten. Und genau dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch Ten Sing Gahlen: Jugendliche wachsen hier sichtbar über sich hinaus.
Auch die jüngeren Nachwuchstalente bekamen ihren Moment. Die „Mukkies“, der Kinderchor des Projekts, eröffneten an beiden Abenden als Vorband die Show und sorgten direkt zu Beginn für Begeisterung im Publikum.
Einer der größten Lacher des Abends wartete allerdings ganz am Ende der eigentlichen Schatzsuche. Nach all den Reisen durch ferne Orte, nach allen Hinweisen und Rätseln wurde die große Schatztruhe schließlich geöffnet – und darin lag tatsächlich nur ein Schnitzel in Anspielung auf eine „Schnitzeljagd“.

Spektakuläres Finale
Zum großen Finale wurde es dann noch einmal spektakulär. Während des letzten Songs schossen plötzlich riesige Luftschlangenkanonen quer durch die Kirche über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Nach etlichen Zugaben folgte am Samstag noch ein emotionaler Höhepunkt mit dem Abschied mehrerer langjähriger Mitglieder. Einige Jugendliche standen teilweise seit acht Jahren gemeinsam auf der Bühne und verabschiedeten sich nun mit besonderen Medleys vom Publikum.

Der große Show-Gottesdienst am Sonntag griff das Thema der Reise ebenfalls auf. Gemeinsam mit Pfarrer Reinhard Harfst von der Hardt und Pfarrer Christian Hilbricht aus Gahlen verbanden die Jugendlichen Glaubensgeschichten aus Bibel und Altem Testament mit Elementen der Show. Es ging um Menschen, die sich mit Vertrauen auf den Weg machten – von Abraham bis Moses. Dadurch entstand ein ungewöhnlicher Gottesdienst irgendwo zwischen Konzert, Theater und spiritueller Inszenierung.
Nach der Show ist bekanntlich vor der Show. Bereits am 29. Juni (18 bis 21 Uhr) steht in der Friedenskirche der „First Contact“-Abend für neue Interessierte an. Und 2027 wartet dann bereits das große Jubiläum: 40 Jahre Ten Sing Gahlen.
