Besucher füttert eigenmächtig Löwen Kurioser Polizei-Einsatz im Zoo Dortmund

Zwei Löwen liegen in ihrem Gehege in einem Zoo
Zwei Löwen liegen in ihrem Gehege in einem Zoo. In Dortmund hat ein Mann einen Polizei-Einsatz bei den Tieren verursacht. © picture alliance/dpa
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Ein äußerst kurioser Einsatz hat die Polizei Dortmund am Dienstag (5.5.) in den Zoo an der Mergelteichstraße geführt. Gegen 11.15 Uhr meldeten Mitarbeiter einen Mann, der eigenständig Löwen fütterte – mit selbst mitgebrachtem Fleisch.

Der Besucher verweigerte zunächst die Angabe seiner Personalien, sodass die Polizei gegen 11.15 Uhr hinzugezogen wurde. Die Beamten trafen den 29-jährigen Dortmunder im Bereich des Großkatzen-Geheges an.

Geräusche als Hunger gedeutet

Seine Erklärung: Er komme regelmäßig in den Zoo und habe die lauten Geräusche der Löwen als Zeichen für Hunger gedeutet. Für diesen Fall hatte er vorgesorgt: In seinem Rucksack fanden die Polizisten Reste von Schweinegulasch – ein Teil der mitgebrachten Nahrung war bereits von einem Löwen vertilgt worden. Der 29-Jährige habe das Fleisch in das Gehege geworfen.

Was wie eine skurrile Hilfsaktion wirkt, kann für die Tiere ernste Folgen haben. Rohes Schweinefleisch ist für Katzenarten laut Polizei gesundheitsschädlich. Eine Tierärztin sicherte die Fleischreste und fror sie ein.

Strafrechtlich hat der Vorfall für den Mann zunächst keine Konsequenzen – das Füttern von Löwen „ist erst mal keine Straftat“, so die Polizei. Sollte jedoch eines der Tiere erkranken, könnte der Zoo die Behandlungskosten zivilrechtlich geltend machen.

Schaf in Sölde gestorben

Welche dramatischen Folgen unsachgemäße Fütterung haben kann, musste ein Schäfer im Sommer 2022 in Sölde erleben. Ein junges Schaf ist dort gestorben, nachdem Unbekannte die Tiere mehrfach mit altem Brot gefüttert hätten, hieß es. Dabei war sogar schon ein Schild aufgestellt mit der Aufschrift: „Füttern verboten! Keine Äpfel, Möhren, Brote… auch keine winzig kleinen Stücke! Du darfst hier gar nix füttern! Unsere Pferde und Schafe werden davon krank oder sterben!“

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