Update, 1. Juni, 10.50 Uhr:
Das Unwetter am vergangenen Wochenende hat auch in Lünen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Besonders betroffen war der Freitagabend (29. Mai): Zwischen 20 und 22.45 Uhr rückten Feuerwehr und Löschzüge zu insgesamt 27 wetterbedingten Einsätzen im gesamten Stadtgebiet aus.
Wie Stadtsprecher Daniel Claeßen mitteilt, handelte es sich dabei vor allem um umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste auf Fahrbahnen sowie um Wasser auf Straßen und vollgelaufene Keller. Fünf Einsatzstellen wurden an den Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) übergeben. In den übrigen Fällen beseitigte die Feuerwehr die Gefahren selbst, sicherte betroffene Bereiche oder pumpte Wasser ab. Am Freitag waren die Löschzüge 1, 3, 5 und 6 im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr stellte währenddessen den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.
Deutlich ruhiger verliefen die folgenden Tage. Am Samstag (30. Mai) wurde die Feuerwehr lediglich zu zwei wetterbedingten Einsätzen alarmiert, ebenso am Sonntag (31. Mai). Eine Einsatzstelle am Samstag wurde ebenfalls an den SAL übergeben. Die Einsätze am Samstag um 10.30 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag um 8 Uhr und 8.50 Uhr wurden jeweils von der Berufsfeuerwehr abgearbeitet. Verletzte gab es nach Angaben der Stadt bei keinem der wetterbedingten Einsätze. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr damit an dem Unwetterwochenende 31 Einsätze.
Update, 31.Mai, 8.20 Uhr:
Laut dem Portal zuginfo.nrw sind in der Region noch einige Bahnverbindungen durch die Folgen des Unwetters beeinträchtigt. Zwischen Lünen und Münster verkehren die Züge der Linie RB50 wieder normal. Bis in die Abendstunden des Samstags gab es dort Probleme und Teilausfälle. Störungen gibt es demnach nach wie vor bis circa 10 Uhr auf der Linie RE2 (Düsseldorf – Osnabrück), der Linie RE7 (Rheine – Krefeld) und der RE15 (Münster – Emden).
Update, 14.20 Uhr:
Auch nördlich vom Kreis Unna, in Olfen, Nordkirchen und Herbern, mussten die Feuerwehrkräfte zu Unwettereinsätzen ausrücken. In Olfen gab es lediglich eine Alarmierung, wie Feuerwehrsprecher Karsten Nieländer auf Anfrage erklärt. Um 22.50 Uhr musste an der Hohen Lüchte ein umgestürzter Baum von der Straße entfernt werden. Der Einsatz hat gut 40 Minuten gedauert und es waren 13 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen vor Ort.
In Herbern war es laut Feuerwehrsprecher Carsten Gausepohl relativ ruhig. „Wir hatten nur einen Einsatz, bei dem eine Gartenhütte auf die B54 geweht worden ist. Die Sache war in ein paar Minuten erledigt“, erklärt er am Samstag. Vor Ort waren wir mit 15 Kameradinnen und Kameraden. In Ascheberg gab es zwei Einsätze, dort lagen Äste auf der Fahrbahn, die von der Feuerwehr entfernt wurden, so Feuerwehrsprecher Andreas Denker.

Auch Nordkirchen wurde von dem Unwetter größtenteils verschont. In der Gemeinde musste die Feuerwehr zu insgesamt vier Einsätzen ausrücken. Gegen 19 Uhr wurden die Kräfte nach Capelle alarmiert, rund zwei Stunden später ging es nach Nordkirchen. Und zwischen 21 und 22 Uhr musste die Feuerwehr noch zwei Mal nach Südkirchen rausfahren. In allen Fällen handelte es sich um umgestürzte Bäume, weiß Feuerwehrsprecher Tobias Heitkamp. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte im Einsatz.
Update, 14.10 Uhr:
In Selm sei man glimpflich davon gekommen, teilt Martin Groß, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, am Samstagmittag mit. Insgesamt hat es auf Stadtgebiet fünf Einsätze gegeben, drei in Selm und jeweils einen in Bork und Cappenberg. Vor allem umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste mussten weggeräumt werden. An der Südkirchener Straße wurde ein Teil des Radweges mit Flatterband abgesperrt. Dort liegen noch vereinzelte Äste. Auch ein Tierunterstand bei einem Landwirt hatte sich gelöst. Ein Bauzaun war ebenfallsd durch die Windböen umgestürzt. Rund 30 Einsatzkräfte waren am Abend für fast drei Stunden im Einsatz.

Update, 13.05 Uhr:
Die Bahnverbindung zwischen Dortmund und Münster ist weiter gestört, das betrifft die Linien RB50 und RB51. Die Züge aus Münster beginnen und enden derzeit in Werne. Aus Dortmund beginnen und enden die Züge in Lünen. Die Folge sind Ausfälle zwischen Lünen und Werne. Ein Ersatzverkehr (SEV) mit einem Bus der Firma Kipp Reisen ist eingerichtet.
Update, 12.50 Uhr:
Für die Feuerwehr Werne war es ein einsatzreicher Freitagabend. Die Kräfte wurden zwischen 19 und 22.30 Uhr zu insgesamt 14 Einsatzstellen alarmiert. Vor Ort mussten sie sich unter anderem um umgestürzte Bäume und verstopfte Gullys infolge der starken Niederschläge kümmern. Darüber hinaus rückte die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage, einer Ölspur sowie einem ausgelösten Heimrauchwarnmelder aus.

Aufgrund der angekündigten Wetterlage wurde der Meldekopf der Feuerwehr Werne bereits im Vorfeld besetzt, um die Entwicklung der Lage eng zu begleiten und auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen vorbereitet zu sein, heißt es in einer Mitteilung am Samstag (30. Mai). Nachdem die ersten wetterbedingten Einsätze eingegangen waren, wurden zusätzlich alle vier Gerätehäuser besetzt. Dadurch konnten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die anfallenden Einsätze koordiniert und mit kurzen Ausrückezeiten abarbeiten. Trotz der Vielzahl unterschiedlicher Einsatzmeldungen sei die Lage für die Feuerwehr jederzeit beherrschbar gewesen. Alle Einsatzstellen konnten zügig und ohne besondere Vorkommnisse abgearbeitet werden. Verletzt wurde niemand.
„Die Unwetterlage hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine frühzeitige Vorbereitung und das Engagement unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind. Durch die Besetzung des Meldekopfes und die anschließende Aktivierung aller Gerätehäuser konnten wir schnell auf die eingehenden Einsätze reagieren und sämtliche Einsatzstellen professionell abarbeiten“, sagt Tobias Tenk, Leiter der Feuerwehr Werne. Nach rund dreieinhalb Stunden konnte die wetterbedingte Einsatzlage beendet werden.
Update, 30. Mai, 10.30 Uhr: Die Feuerwehr in Kamen berichtet von mehreren Einsätzen im gesamten Stadtgebiet. Der starke Wind habe zu umgestürzten Bäumen, abgebrochenen Ästen sowie beschädigten Gebäudeteilen geführt. Betroffen waren Bereiche in Kamen-Mitte, Südkamen, Westick, Rottum und Methler. Die Einsatzkräfte mussten Gefahrenstellen absichern, Fahrbahnen räumen und lose Gebäudeteile beseitigen. Insgesamt gab es zehn Einsatzstellen. Mit Einbruch der Nacht beruhigte sich die Wetterlage. Verletzt wurde nach aktuellem Stand weder eine Feuerwehrkraft noch andere Personen. Wegen des Unwetters sind immer noch einige Bahnlinien im Kreisgebiet gesperrt oder beeinträchtigt. Im Laufe des Tages sollen die Störungen aber behoben werden.
Update, 22.31 Uhr: So lautet die Prognose für das weitere Wochenende beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Am Samstag vom westlichen Bergland über die Mitte hinweg bis zum Inn und zum Bayerischen Wald einzelne Gewitter mit Starkregen und Sturmböen Bft 9; Unwetter aufgrund heftigen Starkregens nur lokal und gering wahrscheinlich. Am Sonntag in der Mitte und im Süden erneut Gewitter, Unwetter wieder wahrscheinlicher als am Samstag, Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit bzw. 60 l/qm innerhalb weniger Stunden, Hagel und Sturmböen Bft 9.
Update, 22.24 Uhr: Derzeit sind in der Region und ganz NRW noch zahlreiche Bahnlinien gestört. RE 2 und RB 66: Strecke zwischen Ostbevern und Lengerich (Westf) gesperrt – Reparatur an der Oberleitung. Strecke zische Heerlen und Aachen Hbf nicht befahrbar – Unwetter. Strecke zwischen Bielefeld Hbf und Herford beeinträchtigt – Reparatur an der Oberleitung. Der Zugbetrieb der Linie RE 6 (RRX) ist zwischen Hamm (Westf) Hbf und Minden (Westf) eingestellt. S 2: Strecke zwischen Dortmund-Huckarde und Dortmund-Nette/Oestrich gesperrt – Baum auf der Strecke. Strecke zwischen Lünen Hbf und Münster (Westf) Hbf nicht befahrbar – Reparatur an der Oberleitung. Die gesamte Auflistung ist noch erheblich länger, zeichnet sich jedoch durch eines aus: Am Samstag (30.5.) sollen alle Strecken wieder frei sein. Vor einer geplanten Bahnfahrt empfiehlt es sich jedoch, sich einmal genau zu informieren.
Update, 22.06 Uhr: Die Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Kreis Unna hatten am Abend zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Allein die Polizei war zwischen 19 und 21 Uhr zwischen 20 und 25 Mal im Einsatz. In Fröndenberg schlug ein Blitz in eine Photovoltaikanlage ein, verletzt wurde dabei niemand.
Ansonsten sorgten vor allem umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller für Probleme. Nach Angaben der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle war besonders der Nordkreis betroffen – also Lünen, Werne und Selm sowie Teile von Kamen und Bergkamen. Laut der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sei es zu etwa 60 Einsätzen gekommen.
Update, 20.25 Uhr: Aus Selm werden jetzt auch Einschränkungen beim Bahnverkehr gemeldet: Die Strecke ist zwischen Gronau (Westfalen) und Enschede gesperrt. Bisher liegen keine Informationen zur Dauer der Sperrung vor. Grund ist ein umgestürzter Baum auf der Strecke.
Die Züge aus Richtung Dortmund Hbf enden und beginnen in Gronau (Westfalen). Die Folge sind Teilausfälle zwischen Gronau (Westfalen) und Enschede. Kurzfristig kann es zu Änderungen im Zuglauf kommen. Bitte überprüfen Sie den Zuglauf in der Onlinereiseauskunft. Das betrifft die RB51, Dortmund, Lünen, Selm, Enschede.
Update, 20.15 Uhr: Das Lagezentrum der Feuerwehr-Leitstelle im Kreis Unna berichtet von rund 25 gemeldeten Einsätze im Nordkreis (Selm, Werne, Bergkamen, Kamen, Lünen). Zumeist handele es sich um umgestürzte Bäume und abgerissene Äste. Genauer lasse sich das derzeit nicht verifizieren, da alle Kräfte auf Hochtouren arbeiten. Leichter Regen in Unna, starker Regen in Schwerte.

Update, 20.02 Uhr: Am Sunderbach in Werne-Langern liegt bereits ein Baum quer über der Straße. Die örtliche Feuerwehr hat vel zu tun. Auch am Ring in Unna sind Martinshörner zu hören.

Update, 19.27 Uhr: Erste Auswirkungen zeigt das Unwetter bereits. In Kamen werden die Außenbereiche der Straßencafés geräumt. In Cappenberg rückte die Feuerwehr bereits aus.

Update, 19.08 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verkündet nun eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel.
Zwischen 19 und 20 Uhr treten Gewitter auf. Dabei gibt es orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 105 km/h (29 m/s, 56 kn, Bft 11) sowie heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 l/m² pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um 2 cm.
Update, 16.15 Uhr: Die angekündigten Gewitter rücken näher. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) befindet sich aktuell eine kräftige Gewitterzelle vor der niederländischen Küste. Sie könnte den Kreis Unna in den kommenden zwei bis drei Stunden erreichen.
Bereits vorher sind erste Schauer möglich. Die Wettermodelle rechnen gegen 18 Uhr mit den ersten Niederschlägen im Raum Dortmund. Eine Stunde später könnte sich der Schwerpunkt der Gewitter zwischen Lünen und Hamm bilden, teilweise auch im Raum Fröndenberg. Nach aktuellem Stand liegt jedoch nahezu das gesamte Kreisgebiet im Einflussbereich der Unwetter.
Gewitter lässt ab 21 Uhr nach
Für die Zeit zwischen 19 und 20 Uhr erwarten die Meteorologen die intensivste Phase. Dann könnten weite Teile des Kreises von kräftigem Regen, Gewittern und Sturmböen erfasst werden. Erst ab etwa 21 Uhr soll die Gewitteraktivität langsam nachlassen. Gegen 22 Uhr wird voraussichtlich nur noch Regen erwartet.
Erstmeldung vom Vormittag: Noch klettern die Temperaturen vielerorts auf rund 30 Grad. Doch die Sommerhitze könnte im Kreis Unna schon am Freitagnachmittag (29.5.) ein abruptes Ende finden: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt den Kreis Unna von 15 Uhr bis Mitternacht vor schweren Gewittern.
Große Unwetterlinie
Nach Angaben des DWD nähert sich von Nordwesten eine aktive Gewitterfront. Die Meteorologen rechnen damit, dass sich einzelne Gewitterzellen am Abend zu einer größeren Unwetterlinie zusammenschließen. Dann drohen auch in Nordrhein-Westfalen heftige Wettererscheinungen.
Im Kreis Unna sind Sturmböen, Starkregen und Hagel möglich. Besonders dort, wo sich die kräftigsten Gewitter entwickeln, können die Böen nach DWD-Angaben sogar Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h erreichen. Örtlich sind zudem größere Hagelkörner und Regenmengen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Vorabinformation
Der DWD betont, dass es sich um eine Vorabinformation handelt. Gewitter treffen oft nur einzelne Orte mit voller Wucht, während andere Gebiete verschont bleiben. Wo genau die Unwetter entstehen und wann sie den Kreis Unna erreichen, lässt sich derzeit noch nicht präzise vorhersagen.
Fest steht jedoch: Nach der Hitze wird die Wetterlage deutlich unbeständiger. Wer für den Nachmittag oder Abend Aktivitäten im Freien plant, sollte die weiteren Wetterwarnungen aufmerksam verfolgen und lose Gegenstände vorsorglich sichern.