BP verkauft Raffinerie Gelsenkirchen – EU gibt grünes Licht

Die Raffinerie des Mineralölkonzerns BP Ruhr Oel Nord.
Die Raffinerie des Mineralölkonzerns BP Ruhr Oel Nord. BP verkauft seine Raffinerie in Gelsenkirchen an den konzernunabhängigen Raffineriebetreiber Klesch-Gruppe. Die Raffinerie Gelsenkirchen ist eine der größten Deutschlands. © Oliver Berg/dpa
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Der Verkauf der BP-Raffinerie Gelsenkirchen an die Klesch-Gruppe rückt näher: Die EU-Kommission hat der Übernahme jetzt zugestimmt. Wettbewerbsrechtliche Bedenken gebe es nicht, teilte die Behörde in Brüssel mit. Damit kann der geplante Eigentümerwechsel bei einer der größten Raffinerien Deutschlands weiter vorbereitet werden.

Die Raffinerie mit dem Standort Scholven liegt direkt an der Grenze zu Marl-Polsum. Besonders für den Chemiepark Marl ist sie von Bedeutung. Der Komplex gehört zu den größten Raffinerien Deutschlands und verarbeitet jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl. Produziert werden vor allem Kraftstoffe für den Straßen- und Luftverkehr sowie Rohstoffe für die petrochemische Industrie.

Verkauf unter Prüfung

Laut BP arbeiten rund 1.800 Beschäftigte im integrierten Raffineriekomplex samt Tanklager in Bottrop. BP hatte den geplanten Verkauf bereits im März angekündigt. Käufer ist die Klesch-Gruppe mit Sitz auf Malta. Das Unternehmen betreibt bereits Raffinerien in Heide (Schleswig-Holstein) und im dänischen Kalundborg. Der Abschluss des Verkaufs wird weiterhin für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt.

Investitionsprüfung läuft

Nach einem Bericht des „Spiegel“ prüft außerdem das Bundeswirtschaftsministerium den Verkauf im Rahmen einer Investitionsprüfung. Hintergrund seien Fragen zu den Eigentumsstrukturen der Unternehmensgruppe.

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