Erdrutsch an der Bruchstraße in Lette Ursache steht jetzt fest

Das durch den Abbruch der Böschungskante an der Bruchstraße in Lette entstandene Loch soll an Ort und Stelle saniert werden. Dazu ist jedoch noch eine Freigabe notwendig. © Falko Bastos (A)
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Schon bald könnte die Sanierung der Bruchstraße losgehen. Ein Sanierungskonzept liegt vor, muss jedoch noch freigegeben werden. Die Ursachen des Straßeneinbruchs stehen derweil fest. Die Sanierung der Bruchstraße rückt ein ganzes Stück näher. Wie das Quarzwerk Baums am Freitagmorgen berichtet, liegt nicht nur ein Sanierungskonzept vor, sondern auch die genauen Ursachen des plötzlichen Erdrutsches sind geklärt.

Keine einzelne Ursache

Die Gutachten zeigen, dass die Böschungsrutschung nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen ist, sondern auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Auslöser war eine an sich übliche Nachprofilierung im Tagebau, bei der Unterwasser-Böschungen abgeflacht werden. Dabei brachen jedoch unerwartet größere Teile sogenannter Sandrippen weg, wodurch dahinterliegende Sandmassen ihre Stabilität verloren.
In der Folge entstand ein Sog-Effekt, der weitere Sandmassen erfasste und über mehrere Stunden hinweg in den See rutschen ließ. Begünstigt wurde dies durch eine besondere geologische Beschaffenheit mit wechselnden festen und lockeren Sandschichten. Zusätzlich wirkten sich starke Niederschläge der vergangenen Jahre, ein beschädigter Entwässerungsgraben sowie weitere Bau- und Erdarbeiten in der Umgebung aus. Erst das Zusammenwirken all dieser Faktoren führte letztlich zu dem erheblichen Schadensausmaß.

„War nicht vorhersehbar“

„Das Schadensereignis für die Beteiligten war nicht vorhersehbar“, betont das Quarzwerk. Die detaillierte Ursachenanalyse sowie das Sanierungskonzept seien wichtige Faktoren für die dauerhafte Stabilisierung des Böschungsbereiches und ein solches Ereignis künftig zu vermeiden. Eine Wiederholung dieses konkreten Vorfalls sei jedoch ausgeschlossen, da die auslösenden Bedingungen in ihrer Komplexität nur an dieser Stelle vorlagen, heißt es in der Mitteilung.
Ein genaues Startdatum der Sanierung gibt es nach wie vor nicht. Dafür fehle noch eine offizielle Freigabe der Bergbehörde Arnsberg. Die Bezirksregierung bestätigt auf Anfrage der Redaktion, dass ein „Sonderbetriebsplanantrag zur Böschungssanierung“ vorliege, der momentan auf eine Zulassung warte. Das Quarzwerk Baums teilt mit, dass sie mit einer Sanierungszeit von ca. 40 Werktagen rechnen, sobald das „Go“ erteilt sei, betont jedoch gleichzeitig: „Sicherheit und Qualität der Maßnahmen haben Vorrang vor Geschwindigkeit.“

Mit Naturstein auffüllen

Mit ca. 40.000 Kubikmeter Naturstein soll das große Loch von einem Fachunternehmen ausgefüllt werden. „Die Sanierungsplanung sieht vor, dass die steilen Flanken des Rutschungsbereichs vollständig gestützt und auf das ursprüngliche Niveau wieder hergestellt werden.“ Während der Bauarbeiten werde auf Überwachungs- sowie Sicherheitsmaßnahmen gesetzt. Auf die Frage nach den Kosten der Sanierung äußert sich das Quarzwerk wie folgt: „Fragen zur endgültigen Kostentragung werden im Anschluss an die Sanierung geklärt.“

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