In einem Gutachten erhebt die unabhängige Aufarbeitungskommission im Erzbistum Köln neue Vorwürfe gegen den Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Vor elf Jahren habe Woelki demnach einen Priester befördert, obwohl es zu dem Zeitpunkt bereits anonyme Hinweise gegeben habe, dass der Geistliche Minderjährigen gegenüber übergriffig gewesen sei.
Wie der WDR berichtet soll es bei diesem Verdachtsfall um Annäherungsversuche zu minderjährigen Messdienern und Fehlverhalten bei der Einhaltung von Nähe und Distanz gegangen sein. Laut dem FAZ-Bericht hätte Woelki die Staatsanwaltschaft über die Hinweise informieren müssen, habe dies aber nicht getan.
Dem WDR teilte das Erzbistum in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass der Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch zu Beginn von Woelkis Amtszeit unbefriedigend gewesen sei. Das sei heute anders, heißt es.
bani