Am 12. März 2026 findet in Nordrhein-Westfalen wieder ein Warntag statt. Der landesweite Probealarm findet in NRW jährlich im März statt, während der bundesweite Warntag jährlich im September stattfindet.
Der landesweite Probealarm soll wie jedes Jahr die Warnsysteme testen und die Bevölkerung auf eine mögliche Gefahrenlage vorbereiten. Alles Wichtige zum Warntag 2026 in NRW haben wir hier zusammengefasst:
Datum und Uhrzeit: Wann findet der Warntag NRW 2026 statt?
Der landesweite Warntag in NRW findet 2026 am Donnerstag, 12. März, statt. Um 11 Uhr heulen an diesem Tag dann die Sirenen und Warnungen werden zu dieser Uhrzeit beispielsweise auf Mobiltelefone verschickt.
Warntag in NRW: Über diese Kanäle wird gewarnt
Um die Bevölkerung im Ernstfall frühzeitig vor Katastrophen warnen zu können, werden verschiedene Warnmittel genutzt und am Warntag getestet.
Neben den Sirenen, die über die Kommunen und Landkreise ausgelöst werden, wird auch über Warn-Apps sowie Stadtwerbetafeln gewarnt. Die Warn-Apps „Nina” und „Katwarn” sowie das Warnsystem Cell Broadcast werden seit 2023 über das Modulare Warnsystem (MoWaS) zentral aus dem Lagezentrum der Landesregierung ausgelöst.
Probealarm in NRW: Das bedeuten die unterschiedlichen Sirenentöne
Die Sirenensignale am Warntag 2026 bestehen aus drei Tönen und bedeuten Folgendes:
- Entwarnung: Ein Sirenen-Dauerton von einer Minute ertönt und bedeutet „Entwarnung“.
- Warnung: Ein an- und abschwellender Dauerton ca. 1 Minute ertönt und bedeutet „Warnung“. Dieser Sirenenton ist der Hinweis auf eine eigentliche Gefahrenlage. Er kann auf Gefahren wie Hochwasser, Großbrände, Bombenentschärfungen, Unwetter oder Chemieunfälle hinweisen. Bei diesem Signal sollen die Menschen schützende Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen geschlossen halten, Ruhe bewahren und das Radio einschalten.
- Entwarnung: Die Entwarnung erfolgt wieder in einem Dauerton von einer Minute.
Cell Broadcast: So funktioniert die Warnung über das Smartphone
Das Warnsystem Cell Broadcast wurde in Deutschland am 23. Februar 2023 eingeführt. Es nutzt das Mobilfunknetz, um Warnmeldungen an alle in einer Funkzelle eingeloggten Geräte zu senden, ohne dass eine App erforderlich ist.
Das heißt: Jeder Smartphonenutzer, der sich mit angeschaltetem Mobiltelefon in einem bestimmten Gebiet aufhält, erhält dabei eine mit schrillem Geräusch angekündigte Textnachricht – vorausgesetzt das Gerät ist nicht zu alt und die notwendigen Updates wurden gemacht.

Handy klingelt nicht am Warntag: Daran kann es liegen
Viele Nutzer beschwerten sich an den vergangenen Warntagen, dass ihr Handy nicht mit der entsprechenden Cell-Broadcast-Meldung klingelte. Um die Meldung empfangen zu können, sind folgende Dinge zu beachten:
- Alter des Handys: Noch lange nicht jedes Handy ist für das Empfangen geeignet. Generell sind laut der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BKK) nur neuere Smartphone-Modelle geeignet.
- Betriebssystem: Auch die Version des Betriebssystems ist maßgeblich für das Empfangen von Cell Broadcast verantwortlich: Das BKK schreibt, dass alle Android-Geräte ab Version 11 und Apple ab iOS 16.1 empfangsfähig sind.
- Cell-Broadcast-Funktion deaktiviert: Normalerweise ist Cell Broadcast standardmäßig aktiviert. In einzelnen Fällen kann die Funktion jedoch auch deaktiviert sein. Ein Blick in die Einstellungen vor dem Warntag kann sich also lohnen.
- Flugmodus aktiviert: Der Flugmodus am Handy darf nicht aktiviert sein. Ebenso darf das Smartphone weder ausgeschaltet sein, noch kein Netz haben. Cell Broadcast funktioniert nur, wenn das Handy mit dem Mobilfunknetz verbunden ist.

Wann findet der nächste Warntag statt?
Neben dem landesweiten Warntag für NRW, der seit 2018 jährlich stattfindet, gibt es auch jedes Jahr einen bundesweiten Warntag. Dieser findet jährlich immer am zweiten Donnerstag im September statt – 2026 also am 10. September.