Natürlich wird die Veltins-Arena am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt sein, wenn der FC Schalke 04 den Tabellenletzten Preußen Münster empfängt. Während die Königsblauen der Rückkehr in der Bundesliga ganz nahe sind, kämpfen die Münsteraner gegen den Abstieg. In der vergangenen Saison ist ihnen der Klassenerhalt quasi auf den letzten Drücker gelungen. Damals holten sie sieben Punkte aus den letzten drei Partien.
Diesmal dürfte die Aufgabe für die Gäste mindestens genauso schwer sein. Bereits in der Veltins-Arena sind die Münsteraner klarer Außenseiter. Wer keine Karte für diese Partie hat, kann die 90 Minuten beim Bezahlsender „Sky“ live verfolgen, der diese Begegnung ab 13.30 Uhr live überträgt. Die Vorberichte beginnen um 13 Uhr.
„Werden 100 Prozent brauchen“
Schalke hat aus den vergangenen fünf Partien drei Siege und zwei Unentschieden geholt, Münster im selben Zeitraum drei Niederlagen und zwei Remis. Dennoch sagte Vize-Kapitän Timo Becker bereits nach dem 2:1-Erfiolg in Elversberg: „Im Tabellenkeller ist noch nichts entschieden, deshalb werden wir auch gegen Preußen Münster wieder 100 Prozent brauchen, um das Duell für uns zu entscheiden.“
Bei den Gastgebern sind zwei personelle Veränderungen im Vergleich zum Spiel in Elversberg zu erwarten. Kapitän Kenan Karaman dürfte für Christian Gomis beginnen, und Mertcan Ayhan wird in der Innenverteidigung wohl den Platz von Felipe Sanchez einnehmen. Ansonsten dürfte Trainer Miron Muslic wohl den Spielern vertrauen, die in den vergangenen Wochen und Monaten zum Stammpersonal zählten.

Der Blick aufs Restprogramm hebt die Stimmung zusätzlich, zumindest im Fan-Lager. Würde die Mannschaft allein ihre drei ausstehenden Heimspiele alle gewinnen, wäre ihr der direkte Aufstieg so gut wie sicher. Mit Münster, Düsseldorf und Braunschweig empfängt der Spitzenreiter drei Abstiegskandidaten, die tief im Tabellenkeller stecken. Schalkes Restprogramm kann sich allerdings auch als tückisch erweisen – insbesondere, wenn man bedenkt, wie schwer sich der Aufstiegskonkurrenten-Schreck aus dem Ruhrgebiet gegen vermeintlich schwächere Teams tun kann. Nur zwei Beispiele: In Münster gab es in der Hinrunde nur ein 0:0 und in Braunschweig eine 1:2-Niederlage.