Nach einer 3:5-Niederlage gegen Darmstadt 98 musste Karel Geraerts auf Schalke seinen Hut nehmen, nun erwischte es den Trainer nach einem 5:3-Sieg – doch der Erfolg gegen den FC Pau nutzte Stade Reims letztlich nichts mehr, die Qualifikation für die Aufstiegsrunde wurde verpasst. Reims beendet die Saison in der zweiten französischen Liga als Tabellensechster, mindestens Platz fünf hätte es sein müssen, um noch eine Aufstiegschance zu haben.
Und das war offenbar das Saisonziel der Franzosen, als Karel Geraerts zu Beginn dieser Spielzeit das Traineramt bei Stade Reims übernahm. Nun haben sich Vereinsführung und Geraerts „in beiderseitigem Einvernehmen“, wie es in der offiziellen Vereinserklärung heißt, auf ein sofortiges Ende der Zusammenarbeit verständigt. Das betrifft auch den Geraerts-Assistenten Tim Smolders, der schon auf Schalke Co-Trainer von Geraerts war.
Die Trennung von Geraerts, vor allem die Art und Weise, findet bei Fans von Stade Reims nicht ungeteilte Zustimmung. Besonders die sparsame Presseerklärung stieß einigen Anhängern des Klubs sauer auf: „Für einen Dank an Geraerts oder einen guten Wunsch für die Zukunft hat es wohl nicht mehr gereicht“, schrieb einer, ein anderer kommentierte ironisch: „Zwei Zeilen mehr mit wenigstens ein paar netten Worten waren wohl nicht drin. Seid ihr etwa Real Madrid?“
Auf Schalke war Karel Geraerts von Oktober 2023 bis September 2024 Chefcoach. Der Belgier kam als Nachfolger von Thomas Reis zu den Königsblauen, auf Geraerts folgte Kees van Wonderen. Stade Reims war die erste Station von Geraerts nach seinem Schalke-Engagement.