Schalke marschiert weiter – zumindest ergebnistechnisch. Mit dem 1:0 gegen Arminia Bielefeld sicherte sich der Tabellenführer die nächsten drei Punkte, doch der Auftritt ließ reichlich Raum für Diskussionen. Ein knappes Ding, das in der Anfangsphase auch ganz anders hätte laufen können. Matchwinner? Nicht nur der Torschütze – vor allem der Torwart.
Wer auf ein klassisches Auswärtsspiel mit tiefem Block und Kontern setzte, wurde überrascht: Bielefeld spielte von Beginn an „ziemlich offen“, wie es im Umfeld hieß, und kam in den ersten zehn bis 15 Minuten zu mehreren Hochkarätern. Schalke geriet ins Schwimmen, musste sich in dieser Phase bei Keeper Müller bedanken, der gleich mehrfach stark parierte und die frühe Führung der Gäste verhinderte. Im Rückblick fiel das Urteil eindeutig aus: Müller habe die Mannschaft „zweimal gerettet“ – eine Einschätzung, die sich mit Blick auf die Anfangschancen problemlos begründen lässt.
Simple Rechnung
Der Blick geht nach vorn, und der hat es in sich: Hannover 96 zu Hause, danach Darmstadt auswärts – direkte Duelle im oberen Bereich. Die Rechnung ist simpel: Schalke steht oben, die Konkurrenz lässt Punkte, doch die kommenden Wochen werden zum Stresstest. Im Umfeld herrscht die Devise: konzentriert bleiben, aggressiv auftreten, Heimspiele ziehen – dann, so der Tenor, „kannst du erzählen, was du willst: Dann bist du durch“.