„Zumindest ein Länderspiel hätte ich verdient gehabt“ Schalker Fan-Liebling beendet Karriere

Abschied vom Profifußball: Ralf Fährmann, hier bei seinem Schalke-Abschied vor dem Spiel gegen Elversberg im Mai 2025, verkündete nun sein Karriere-Ende.
Abschied vom Profifußball: Ralf Fährmann, hier bei seinem Schalke-Abschied vor dem Spiel gegen Elversberg im Mai 2025, verkündete nun sein Karriere-Ende. © RHR-FOTO
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Der ehemalige Schalker Torwart Ralf Fährmann beendet seine Karriere als Fußballprofi. Das verkündete der 37-Jährige bei „transfermarkt.de“. Seit dem vergangenen Sommer war der gebürtige Chemnitzer vereinslos. „Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, falls etwas Interessantes oder Spannendes kommt“, sagte er dem Internetportal, „aber in den letzten Monaten sind keine Angebote eingetroffen, bei denen ich sagen würde, dafür brenne ich. Ich werde meine Torwarthandschuhe im Profifußball nicht mehr anziehen.“

Fährmann hat zwischen 2008 und 2023 insgesamt 212 Bundesliga- und 15 Zweitliga-Spiele für den FC Schalke 04 absolviert. 2018 wurde er mit den Königsblauen Vizemeister. In der Champions League kam er für Schalke 16 Mal zum Einsatz.

„Ich war nie das große Torwarttalent“

„Die Leistungen habe ich auch dank der Rückendeckung der Fans abrufen können“, sagte Fährmann, „ich war nie das große Torwarttalent, sondern eher der harte Arbeiter, der sich den Weg bis nach oben erarbeitet hat.“ Fährmann bedauert, dass er nie für die Nationalmannschaft spielen durfte. „Ganz wertneutral hätte ich aufgrund meiner Leistungen über Jahre hinweg eine Nominierung und zumindest ein Länderspiel verdient gehabt.“

Ralf Fährmann in Aktion, hier in Hoffnheim: „Ich war nie das große Torwarttalent, sondern eher der harte Arbeiter, der sich den Weg bis nach oben erarbeitet hat.“
Ralf Fährmann in Aktion, hier in Hoffenheim: „Ich war nie das große Torwarttalent, sondern eher der harte Arbeiter, der sich den Weg bis nach oben erarbeitet hat.“© Tim Rehbein/RHR-FOTO

Ralf Fährmann war im Jahr 2003 von der Jugend des Chemnitzer FC in die Schalker Knappenschmiede gewechselt. Von dort schaffte er 2007 den Sprung in den Profikader, 2009 wechselte er dann zu Eintracht Frankfurt – an Manuel Neuer gab es auf Schalke kein Vorbeikommen. Nach Neuers Wechsel zum FC Bayern München kehrte Fährmann 2011 nach Schalke zurück und gehörte dort dem Profikader offiziell bis 2025 an.

So ca. ab 2019 verlief Fährmanns Karriere auf Schalke dann mit einigen Höhen und Tiefen: Er wurde zweimal ausgeliehen (Norwich City, Brann Bergen) und bekam es regelmäßig mit internen Konkurrenten zu tun, bei denen man nicht unbedingt den Eindruck hatte, sie seien besser als Fährmann. In der Aufstiegssaison 2021/22 musste Fährmann während der Saison Martin Fraisl weichen, dafür kehrte er in der Erstliga-Saison 2022/23 wieder ins S04-Tor zurück, nachdem Alexander Schwolow nicht die erhoffte Verstärkung war.

Abschied vor dem Elversberg-Spiel

Die letzten Monate Fährmanns auf Schalke verliefen in beidseitiger Disharmonie, Schalke kündigte in einer offiziellen Pressemitteilung sogar an, dass Ralf Fährmann kein Spiel mehr für den Verein bestreiten werde. Am Schluss rauften sich beide „Parteien“ immerhin noch einmal zusammen, Fährmann bekam vor dem letzten Heimspiel der Vorsaison gegen Elversberg seinen verdienten Abschied – und bedankte sich emotional bei den S04-Fans.

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