Schalke 04 setzt im Aufstiegsrennen das nächste Ausrufezeichen: Beim 4:1-Heimsieg gegen Preußen Münster ließ Königsblau von Beginn an keinen Zweifel an den eigenen Ansprüchen. Für Klub-Legende Klaus Fischer war die Höhe des Erfolgs keine Überraschung – zu klar sei der Klassenunterschied gewesen. Rüdiger Abramczik sah das ähnlich, verwies aber auf eine Phase, in der Schalke nachlässig wurde und prompt das Gegentor kassierte: „Da waren mal ein paar Minuten Leere im Spiel – schon machen die ein Tor.“ Torhüter Karius habe man den Ärger über den verpassten „Zu-Null“-Sieg deutlich angemerkt.
Ein höherer Sieg wäre möglich gewesen, betonte Abramczik: Münster-Keeper Schenk habe in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen entschärft. Trotzdem überwog das Positive: gute Stimmung, hoher Druck, viele Abschlüsse – und laut Abramczik „kein Ausfall“ in der Schalker Elf. Besonders wichtig: Auch die Einwechselspieler hätten das Niveau gehalten. Mit nun zehn Spielen ohne Niederlage wächst der Glaube an den direkten Weg nach oben. Fischer sieht als größtes Risiko die eigene Konzentration: „Aufhalten kann Schalke nur sich selber.“ Der Trainer habe die Mannschaft „im Griff“, das Selbstvertrauen sei spürbar zurück.
Der Blick geht nach vorn: In Paderborn wartet ein schweres Spiel, danach das Heimduell gegen Düsseldorf. Dazu kommen Personalfragen: Trotz der Ausfälle von Dzeko und Katic habe Schalke gezeigt, dass die Breite trägt – und die Diskussion um Dzekos Zukunft und mögliche Transfers wird bereits lauter. Und in der Kurve? Dort planen viele gedanklich längst den Aufstieg.