Alle Schalker waren stinksauer, als Moussa Ndiaye in der 51. Minute beim Spiel in Elversberg die Gelb-Rote Karte sah. Trainer Miron Muslic war außer sich, doch Schiedsrichter Michael Bacher schickte den Linksverteidiger nach einem vermeintlichen Foul, das nach Ansicht der Fernsehbilder offensichtlich keines war, vom Platz. Doch alle Beschwerden waren erfolglos, der Platzverweis blieb bestehen, auch weil der Video-Assistent erst ab der nächsten Saison bei Gelb-Rot-Entscheidungen nicht eingreifen darf.
Elversbergs Lukas Petkov ging nach dem Zweikampf mit Ndiaye zwar zu Boden, doch nur, weil er dem Schalker auf den Fuß getreten und dabei ausgerutscht war. Ein Foulspiel lag offensichtlich nicht vor. Selbst Elversbergs Coach Vincent Wagner räumte auf der Pressekonferenz nach der Partie ein: „Es war sicherlich keine Gelb-Rote Karte“.
Stuttgart zuletzt erfolgreich
Schalke hat nun reagiert und legt Berufung gegen die Entscheidung ein. Damit soll verhindert werden, dass der Schalker Linksverteidiger im Heimspiel gegen Preußen Münster am kommenden Sonntag gesperrt wird. Die Erfolgsaussichten erscheinen nicht schlecht. Zuletzt war der VfB Stuttgart mit einem Einspruch gegen die Sperre seines Kapitäns nach einer Gelb-Roten Karte in einem ähnlich gelagerten Fall erfolgreich gewesen.