Sportvorstände, Sportdirektoren, Kaderplaner kamen und gingen, René Grotus blieb: Er ist auf Funktionärsebene im Bereich der sportlichen Leitung einer der dienstältesten Schalker. 2019 hatte der damalige Sportvorstand Jochen Schneider Grotus als Sportkoordinator von RB Leipzig nach Gelsenkirchen gelotst. Schneider und viele andere S04-Funktionäre sind längst Schalker Geschichte, René Grotus ist noch Gegenwart, aber nicht mehr S04-Zukunft. Denn bald ist nach sieben Jahren auch für ihn Schluss auf Schalke. Der Verein und Grotus, offiziell Referent Sport auf Schalke, gehen zum Saisonende getrennte Wege.
„René hat auf Schalke in jahrelanger hervorragender und erfolgreicher Zusammenarbeit seine Expertise insbesondere im Bereich Transferwesen nachgewiesen und dabei unzählige Wechsel erfolgreich verhandelt und abgewickelt. In seine Amtszeit fallen große Kaderumbauten, vor allem nach dem Abstieg 2021 sowie dem direkten Wiederaufstieg 2022. Auf seine Gründlichkeit sowie sein vorausschauendes Denken und Handeln war selbst in den intensivsten Phasen innerhalb und außerhalb einer Transferperiode jederzeit Verlass. Wir bedanken uns für das außerordentliche Engagement von René und wünschen ihm beruflich sowie privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute“, so Schalkes Sportvorstand Frank Baumann.

Auch René Grotus blickt mit großer Wertschätzung auf seine Zeit bei den Königsblauen zurück: „Sieben Jahre Schalke – das war für mich eine sehr intensive und prägende Zeit. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit vielen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich diesen Weg gemeinsam gehen durfte. Schalke 04 wird für mich mit seinen außergewöhnlichen Fans und seiner Strahlkraft immer ein besonderer Verein bleiben. Der direkte Wiederaufstieg 2022 in die Bundesliga gehört für mich zu den emotionalsten Momenten, die mir für immer in Erinnerung bleiben werden. Ich wünsche dem Verein und allen Mitarbeitenden für die Zukunft – beruflich wie privat – nur das Beste. Ich freue mich auf die verbleibenden Wochen und blicke danach mit großer Vorfreude auf die Zukunft.“
Die Aufgaben von Grotus, die der Verein mit „Kaderplanung, das Transferwesen sowie die Sicherstellung der Budget- und Lizensierungsanforderungen für den Lizenzbereich“ beschreibt, werden künftig intern verteilt. Und wer weiß: Vielleicht steigt René Grotus am Saisonende ja zum zweiten Mal mit Schalke auf.