Was soll am heutigen Samstag noch schiefgehen? Am Trainingsplatz ist die Antwort vieler Schalke-Fans eindeutig: eigentlich nichts. Die Euphorie vor dem möglichen Aufstiegs-Finale ist riesig – und die Zuversicht genauso. Zwar mahnen einzelne, Düsseldorf sei „trotzdem eine gute Mannschaft“ und man solle sich „nicht zu früh freuen“. Doch der Grundton bleibt klar: Wenn die Mannschaft konzentriert bleibt und „mit den Gedanken nicht in der ersten Liga“ ist, dann werde sie es „fix machen“.
Mit dem Optimismus wächst auch die Vorfreude auf den Tag selbst – und jeder hat seinen eigenen Plan. Zuhause wird der Grill angeworfen, Freunde und Kollegen werden eingeladen, in der Gartenlaube wartet die Familie mit kühlen Getränken. Andere wollen früh Richtung Arena, auch ohne Ticket: am Stadion dabei sein, die Stimmung aufsaugen, gemeinsam feiern. Für viele ist der Fanmarsch gesetzt – ein Ritual, das aus einem Spieltag ein Ereignis macht.
Und dann ist da noch die Ticketfrage. Weil Tausende nicht in die Arena kommen, wird der Markt heiß – und moralisch umkämpft. Einige würden „hundert Euro“ zahlen, andere sprechen von „sehr, sehr viel“. Gleichzeitig ist die Grenze für viele klar: Wucherpreise von „tausendneunhundert“ seien inakzeptabel. Wer eine Karte zum Originalpreis bekommt, hält das für die einzig faire Lösung: Alles andere zerstöre das System.