Der Tisch wackelt noch, die Sektflasche steht (noch) nicht bereit – aber Schalke 04 liefert Argumente, warum sie bald geöffnet werden könnte. Im Legenden-Talk zum 3:2 in Paderborn geraten Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik ins Schwärmen: Wer beim Tabellenzweiten nach einem schnellen Doppelschlag 0:2 zurückliegt und das Spiel trotzdem dreht, der „hat eine Meisterleistung“ gezeigt, findet Fischer. Verdient sei der Sieg obendrein gewesen – vor allem wegen der Reaktion nach dem Rückstand.
Abramczik ärgert sich zwar über die defensive Unordnung bei den Gegentoren, lobt aber umso mehr den Schalker Weg nach vorn: weniger quer, mehr Tiefe, mehr Tempo in die gefährlichen Räume. Genau diese Vertikalität habe Paderborn zunehmend Probleme bereitet – und Schalke den Glauben gegeben, dass das Spiel nach dem Ausgleich kippt. „Nach dem 2:2 war für mich klar: Das gewinnen wir“, sagt Abramczik.
Beide Ex-Profis sehen eine Mannschaft, die funktioniert: Neuzugänge fügen sich ein, das Selbstvertrauen wächst, der Wille zum Comeback ist zurück. Die Botschaft Richtung Bundesliga ist deutlich – doch der letzte Schritt soll nun im Heimspiel gegen Düsseldorf folgen. Abramczik warnt vor dem Abstiegskampf-Gegner, bleibt aber überzeugt: Noch einmal fokussiert „Gas geben“, dann darf gefeiert werden – vielleicht endlich mit Sekt auf einem Tisch, der nicht mehr wackelt.