3:0 im Finale Schalke Frauen spielen sich in den DFB-Pokal

Die Schalke Frauen feiern den Titel und holen das Triple. 
Die Schalke Frauen feiern den Titel und holen das Triple. © FC Schalke 04
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Der FC Schalke 04 hat das Endspiel im Westfalenpokal der Frauen verdient für sich entschieden und seine ohnehin herausragende Spielzeit veredelt: Vor rund 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Parkstadion bezwang der Westfalenliga-Meister den Regionalligisten DSC Arminia Bielefeld mit 3:0 (1:0) – und machte damit das Triple aus Meisterschaft, Kreispokal und Westfalenpokal perfekt. Der Finalsieg bedeutet zugleich die Qualifikation für den DFB-Pokal. Die Partie stand zudem im Zeichen der Gerald-Asamoah-Stiftung „Gemeinsam Leben retten“, deren Botschaft im Stadion sichtbar präsent war. Der Anpfiff hatte sich aufgrund einer Unwetterwarnung um 30 Minuten verzögert.

Vogel staubt ab

Trotz des klassenhöheren Gegners wirkte Schalkes Auftreten von Beginn an reifer, griffiger und strukturierter. Das Team von Trainer Stefan Colmsee dominierte die ersten Minuten mit hohem Pressing, schnellen Ballgewinnen und viel Kontrolle im Zentrum. Bielefeld fand zunächst kaum Entlastung, auch weil Schalke im Mittelfeld aggressiv auf die zweiten Bälle ging und die Arminia kaum sauber ins letzte Drittel kommen ließ.

Nach mehreren Annäherungen belohnte sich S04 kurz vor der Pause: In einer Szene, die sinnbildlich für den Schalker Druck stand, folgte auf einen Latten-/Aluminiumkontakt eine weitere gefährliche Hereingabe – und schließlich der entscheidende Abpraller. Alessandra Vogel war in der 42. Minute zur Stelle, setzte nach und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt folgerichtig.

Nach dem Wechsel änderte sich am Spielbild zunächst wenig: Schalke blieb tonangebend, suchte den zweiten Treffer – und vergab durch Nathalie Bollmann früh eine Großchance (Außennetz). Bielefeld kam dann aber zu seiner besten Phase: Jocelyn Hampel, Dreh- und Angelpunkt im DSC-Spiel, tauchte nach gut einer Stunde gefährlich vor Schalkes Tor auf, scheiterte jedoch an einer starken Parade von Julia Matuszek.

Fast im Gegenzug nutzte Schalke die nächste Unachtsamkeit konsequent. Bollmann profitierte in der 62. Minute von einer unglücklichen Aktion im Bielefelder Strafraum und erhöhte auf 2:0. Bitter aus DSC-Sicht: Torhüterin Lisa Wehenrath verletzte sich dabei am Sprunggelenk und musste wenig später ausgewechselt werden. Auch Marie Bärenwald konnte nach einer weiteren Verletzung nicht weitermachen – zwei Rückschläge, die dem Spiel der Arminia sichtbar zusetzten.

In der Folge verteidigte Schalke die Führung mit viel Ordnung und Intensität, während Bielefeld zwar Moral zeigte, aber zu selten zu klaren Abschlüssen kam. Die zahlreichen Unterbrechungen sorgten für eine außergewöhnlich lange Nachspielzeit jenseits der 100-Minuten-Marke. Den Schlusspunkt setzte schließlich die eingewechselte Laura Rathke: Nach einem sauber ausgespielten Konter traf sie in der 108. Minute zum 3:0 und machte den Pokalgewinn endgültig perfekt.

Auffällig war vor allem Schalkes Stabilität in der Mitte: Das Zentrum gewann über weite Strecken die entscheidenden Duelle, schloss Passwege und leitete viele Angriffe direkt nach Balleroberungen ein. Gleichzeitig blieb Schalke auch in Druckphasen klar im Kopf – und ließ Bielefelds wichtigste Offensivspielerinnen über weite Strecken kaum zur Entfaltung kommen. Für Schalke endet damit eine Saison, die kaum dominanter hätte verlaufen können, mit dem ersehnten Pokal-Triumph – nachdem im Vorjahr im Finale noch eine bittere Niederlage gestanden hatte. Für Bielefeld bleibt neben der klaren Niederlage vor allem die Hoffnung, dass sich die verletzten Spielerinnen schnell und vollständig erholen.

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