Großes Fanfest, große Fanfreundschaft – sportlich aber ein Dämpfer: Nach dem 0:3 des FC Schalke 04 in Nürnberg ordneten Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik das Geschehen im „Legendentalk“ deutlich ein. Für Fischer ist die Aufregung um die Aufstiegsfeiern fehl am Platz: Schalke sei „schon gegen Düsseldorf aufgestiegen“, der Klub habe eine starke Saison gespielt und dürfe das auch zeigen. Die Niederlage beim befreundeten FCN werteten die Schalker Ikonen eher als Begleiterscheinung – weniger als Folge von Ibiza, vielmehr als Ergebnis eines abgefallenen Drucks und eines Nürnberg-Teams, das sich vor eigenem Publikum mit aggressivem Auftritt verabschieden wollte.
Alles wird viel schneller
Gleichzeitig wurde klar: Schon dieses Spiel habe einen Vorgeschmack geliefert, was in der Bundesliga wartet – „viel schneller“, mit noch mehr Tempo und Konsequenz. Fischer lobte Nürnbergs junge, interessante Spieler und die Arbeit von Trainer Miroslav Klose, warnte aber auch vor den Grenzen eines Ausbildungsmodells, wenn Leistungsträger regelmäßig verkauft werden müssen.
Wieder alles reinhauen
Schalkes Blick geht nun nach vorn: Gegen Braunschweig soll im letzten Heimspiel ein „klarer Abschluss“ her, auch mit Blick auf den Abstiegskampf. Die Marschroute der Legenden: feiern ja – aber auf dem Platz wieder „alles rein“, denn nur Talent ohne Biss reicht nicht. Dazu die Kaderfrage: Den Stamm halten, punktuell nachlegen – und einen Torjäger-Typ wie Dzeko möglichst binden.