Viel Diskussionsstoff, wenig Zeit – und ein Topspiel vor der Brust: Im „Schalke-Pottcast“ ordneten Schalke-Reporter René Preuß sowie Schalke-Experte Norbert Neubaum die turbulenten Nachwehen des 2:2 gegen Hannover ein – mit Blick auf das Spitzenspiel am Freitagabend in Darmstadt. Im Zentrum: die Zwei-Spiele-Sperre für Edin Dzeko, der eingelegte Einspruch – und die Frage, wie Trainer Miron Muslic den Ausfall seines Fixpunkts auffangen kann.
Besonders kritisch – und zugleich differenziert – diskutiert die Runde Muslics Reaktion nach der Roten Karte. Der klassische Reflex (Offensiver runter, Defensiver rein) sei nachvollziehbar, sagt Neubaum, stellt aber die Gegenfrage: Warum nicht zunächst weiterspielen und erst reagieren, wenn Hannover wirklich Druck entwickelt? Ein Hörer bringt dafür den Vergleich mit Spitzenteams: In Unterzahl nicht automatisch einigeln, sondern Spielkontrolle so lange wie möglich halten. Am Ende bleibt das Ergebnis als Argument gegen den Plan: Von 2:0 auf 2:2 – „die Rechnung ist nicht aufgegangen“. Gleichzeitig warnt Neubaum vor dem Rundumschlag: Schalke habe zuvor eine „Topleistung“ gezeigt, die im Lärm der Debatten nicht untergehen dürfe.
Der Tenor vor Darmstadt: Respekt, aber keine Mutlosigkeit. Ein Punkt sei möglich, selbst eine Niederlage kein Aufstiegs-K.o., weil im engen Feld der Topteams noch zahlreiche direkte Duelle folgen. Neubaum kritisiert ausdrücklich die Stimmungslage, die Schalkes Chancen ohne Dzeko teils schon abgeschrieben habe: Das werde weder der Leistung gegen Hannover gerecht – noch der Qualität des Kaders.
Unterm Strich steht ein Satz über allem: Schalke fährt nicht nach Darmstadt, um zu verwalten – sondern um zu beweisen, dass das Team mehr ist als sein Starstürmer.
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