1.300 Fans im Regen, Vatertag hin oder her – Schalke liefert kurz vor dem Saisonfinale das nächste Bild seiner Wucht. Sportlich ist die Lage längst geklärt: Meister, Aufsteiger, Partywochen. Doch am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig (für die es um den Klassenerhalt geht) wird es trotzdem ernst – das betonten René Preuß und Schalke-Experte Norbert Neubaum im „Schalke-Pottcast“ gleich mehrfach.
Trainer Miron Muslic kündigte die „bestmögliche Aufstellung“ an. Auch, um sich „nichts nachsagen zu lassen“ im zugespitzten Abstiegskampf – und um sich mit einem Heimsieg samt Schalen-Übergabe würdig zu verabschieden. Die 70-Punkte-Marke ist dabei das letzte greifbare Ziel, zudem steht nach der Hinspielniederlage in Braunschweig eine Rechnung offen. Neubaum glaubt: Schalke wird nach dem Ibiza-Nachhall noch einmal „alles mobilisieren“.
Im Mittelpunkt bleibt Edin Dzeko – sportlich wie symbolisch. Der 40-Jährige staunte selbst über das Feiervolumen („noch nie so viel gefeiert“) und lieferte trotz Schulterverletzung (sechs Tore, drei Vorlagen in zehn Einsätzen) eindrucksvoll ab. Ob er bleibt, ließ Dzeko offen: erst Familie, dann Gespräche mit Schalke, auch der Faktor Geld spiele nun eine Rolle. Muslic plant derweil in Szenarien – Dzeko gilt gegen Braunschweig eher als Joker.
Auch Katic steht vor einem Comeback im Kader. Für die Feier gibt es klare Leitplanken: Platzsturm bleibt verboten, die Verletzungsgefahr zu groß. Nebenbei sendet Schalke weitere Erfolgsmeldungen: Die Frauen sind Meister und steigen in die Regionalliga auf. Und: Ex-Stratege Jiri Nemec wird 60 – ein stiller „Macher“, auf dem Platz hellwach, in Interviews einst berüchtigt kurz angebunden.
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