Mehr Eigengewächs geht nicht: Fast 300 Pflichtspiele absolvierte Hans-Jürgen Becher für den FC Schalke 04. Nun ist der gebürtige Gelsenkirchener im Alter von 84 Jahren verstorben.
„Hannes“ Becher war nicht nur gebürtiger Gelsenkirchener, er verbrachte auch seine komplette fußballerische Laufbahn in seiner Heimatstadt. 1958 kam er in die Schalker Jugend, 1960 schaffte er den Sprung zu den Profis, zu deren Kader er bis 1971 gehörte – dann verlängerte der damalige Präsident Günter Siebert den Vertrag des Abwehrspielers nicht mehr. Becher wechselte daraufhin zum Zweitligisten Eintracht Gelsenkirchen, für den er noch bis 1974 spielte und danach auch noch auf Funktionärsebene tätig war.
Von Schalke zu Eintracht GE
Nach der Fußballer-Karriere behielt der Name Becher in Gelsenkirchen auch seinen hohen Bekanntheitsgrad durch die Versicherungsagentur, die der Ex-Profi führte. Becher stand sowohl in der Schalker Startelf beim königsblauen Bundesliga-Debüt 1963 als auch im DFB-Pokalfinale 1969 gegen den FC Bayern München. 201 Bundesliga-Spiele absolvierte Hans-Jürgen Becher für den FC Schalke 04, das letzte am 22. Mai 1971 bei der 1:2-Niederlage gegen Kickers Offenbach, bei der in der Glückauf-Kampbahn 8.000 Zuschauer zusahen.
Der Generationswechsel war damals schon eingeleitet: In der Schalker Startelf standen außer Becher, der in der Halbzeit ausgewechselt wurde, u. a. Norbert Nigbur, Rolf Rüssmann, „Aki“ Lütkebohmert und Klaus Fischer. Kleine Randnotiz: Das zweite Offenbacher Tor erzielte ein gewisser Erwin Kremers.