Der Karlsruher SC gehört zu den wenigen Mannschaften in der Zweiten Liga, die in der Tabelle im Prinzip „jenseits von Gut und Böse“ stehen – soll heißen: Karlsruhe ist weder ein Aufstiegs- noch ein Abstiegskandidat, obwohl die magische 40-Punkte-Marke, mit der auch rein theoretisch der Klassenerhalt gesichert ist, für den Tabellenachten mit derzeit 37 Zählern noch nicht erreicht ist.
Aber was heißt das alles schon in dieser Zweiten Liga, die Woche für Woche unter Beweis stellt, dass tatsächlich jeder jeden schlagen kann? Zumal der KSC, der in der Hinrunde übrigens mit 2:1 gegen Schalke gewann, Spieler mit herausragendem Zweitliga-Niveau in seinen Reihen hat. Einer davon ist Marvin Wanitzek – auf den 32-Jährigen muss ohnehin aufgepasst werden, am Sonntag aber vielleicht ganz besonders.
Denn Wanitzek, den Schalke-Trainer Miron Muslic in der Pressekonferenz vor dem Karlsruhe-Spiel ausdrücklich erwähnte, ist am Ostersonntag in der Veltins-Arena auf Rekordjagd: In seinen bisherigen 226 Zweitliga-Spielen hat er nicht nur 66 Tore erzielt, sondern auch 65 Tore direkt vorbereitet. Damit ist er seit Datenerfassung (2004/05) bislang der zweitbeste Torvorbereiter in der Zweitliga-Geschichte überhaupt – nur Marc Schnatterer vom 1. FC Heidenheim hat mit 66 Vorlagen noch ein Tor mehr vorbereitet als Wanitzek.
Gelingt dem Mittelfeldspieler auf Schalke also ein Assist, hätte er den Rekord von Schnatterer eingestellt. Es wäre nicht Wanitzeks erstes Erfolgserlebnis gegen Schalke: Von sieben Begegnungen mit dem KSC gewann Wanitzek vier bei nur einer Niederlage und zwei Unentschieden. In diesen Partien erzielte Wanitzek zwei Tore und bereitete drei vor. Also: Aufgepasst, Schalker!