Erst Deniz Aytekin (gegen Münster), dann Patrick Ittrich (gegen Düsseldorf): Zwei der wohl bekanntesten deutschen Schiedsrichter pfiffen nun wahrscheinlich zum letzten Mal in der Veltins-Arena – beide Top-Schiris hängen am Saisonende die Pfeife an den Nagel. Wie schon Aytekin gegen Münster zeigte auch Ittrich mit seinem Team eine ausgezeichnete Leistung in einem Spiel, das durchaus seine Herausforderungen hatte. Kein Wunder, schließlich ging es für Schalke (Aufstieg) und für Düsseldorf (Kampf um den Klassenerhalt) um ganz viel.
Ittrichs Leistung ist umso höher einzustufen, als dass sein Auftritt in der Veltins-Arena unter ganz besonderen Vorzeichen stand. Denn der Schiedsrichter wurde mit seinem Team „Opfer“ des hohen Verkehrsaufkommens, das schon Stunden vor dem Spiel eingesetzt hatte. Wegen des Fanmarsches von Buer Richtung Arena gab es vom Stadtnorden her umfangreiche Straßensperren, außerdem fuhren zum Teil keine Straßenbahnen.
Eine der Konsequenzen: Ittrich stand mit seinen Schiedsrichter-Assistenten im Stau, als sich das Gespann mit dem Pkw zur Arena begeben wollte. Da war Improvisationskunst gefragt: Ittrich parkte den Wagen ca. zwei Kilometer von der Arena entfernt und machte sich mit seinen Schiedsrichter-Kollegen mitsamt Gepäck auf einen Fußmarsch Richtung Arena.
Auf seinem Instagram-Account veröffentlichte Ittrich ein Video, auf dem zu sehen ist, wie er mit seinem Rollkoffer quer durch Gelsenkirchener Straßen marschiert und dabei auf viele S04-Fans trifft. Ittrich nahm seinen Ausflug per pedes mit Humor: „Wenn du zu Fuß zur Arbeit musst, weil Stau ist“, unterschrieb er die Bilder bei Instagram. Aber die Schiedsrichter waren gut zu Fuß: Konditionelle Mängel waren in dem Spiel jedenfalls nicht erkennbar…