Update: Schalke plant ohne Dzeko gegen Karlsruhe Genaue Diagnose steht noch aus

WM-Ticket gelöst: Aber in letzter Sekunde verletzte sich Schalke-Stürmer Edin Dzeko gegen Italien an der Schulter.
WM-Ticket gelöst: Aber in letzter Sekunde verletzte sich Schalke-Stürmer Edin Dzeko gegen Italien an der Schulter. © picture alliance/dpa/AP
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Update vom 1. April 2026, 11.15 Uhr

Edin Džeko hat sich im Länderspiel am Dienstagabend an der Schulter verletzt. Die Königsblauen ließen den Angreifer zunächst vor Ort eingehend untersuchen. Nach seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen soll die Diagnostik fortgesetzt werden. Für das anstehende Heimspiel gegen den Karlsruher SC plant Chef-Trainer Miron Muslic nach derzeitigem Stand ohne den Routinier.

Aus Bosnien kommen derweil weitergehende Berichte: Dortige Medien sprechen von einer Schulterverletzung, die einen operativen Eingriff erforderlich machen könnte. Schalke will eine solche Einschätzung allerdings zunächst selbst überprüfen und die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen abwarten.

Erste Berichterstattung vom 31.03.2026: Wieder in Rückstand geraten, wieder ein Spiel gedreht, und wie schon Wales erneut das Elfmeterschießen gewonnen: Edin Dzeko und Nikola Katic haben sich mit ihren Kollegen, darunter auch der Ex-Schalker Sead Kolasinac, das WM-Ticket mit Bosnien-Herzegowina gesichert und das WM-Playoff-Trauma von Italien verlängert. Die Italiener scheiterten nun schon zum dritten Mal hintereinander. Das große „Aber“ aus Schalker Sicht: Edin Dzeko verletzte sich in letzter Sekunde an der Schulter – das sah nicht gut aus.

Italien führte mit 1:0

Der Halbzeitstand von 1:0 für Italien entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf. Bosnien-Herzegowina war das aktivere Team und kam dem Tor der Italiener auch einige Male gefährlich nahe, zu einem Treffer reichte es allerdings nicht. Von den beiden Schalkern war S04-Abwehrchef Nikola Katic im ersten Durchgang auffälliger als Edin Dzeko – vor allem, weil sich Katic bei Standardsituationen immer wieder vorne blicken ließ und auch die ein oder andere aussichtsreiche Situation hatte, vor allem mit Kopfbällen.

Aber in Führung waren die Italiener gegangen, und zwar schon in der 15. Minute: Bosniens Torhüter Vsilj, der in der Bundesliga das Tor des FC St. Pauli hütet und der im Elfmeter-Krimi in Wales noch einer der Helden seines Teams war, unterlief ein kapitaler Fehler, als er Barella den Ball in die Füße spielte. Barella passte geistesgegenwärtig auf Kean, der zum 1:0 für Italien abschloss.

Italien lange in Unterzahl

Diesem Rückstand mussten die Gastgeber nun hinterherlaufen, und ihre Hoffnung, das Spiel noch drehen zu können, bekam in der 41. Minute neue Nahrung, als Italiens Alessandro Bastoni wegen eines als „Notbremse“ geahndeten Fouls die Rote Karte sah.

Zu früh gefreut: Italien ging zwar mit 1:0 in Führung, verlor in Bosnien-Herzegowina dann aber im Elfmeterschießen und verpasst die dritte WM in Folge.
Zu früh gefreut: Italien ging zwar mit 1:0 in Führung, verlor in Bosnien-Herzegowina dann aber im Elfmeterschießen und verpasst die dritte WM in Folge.© picture alliance/dpa/AP

Italien also über eine Halbzeit lang in Unterzahl. Trainer Gattuso reagierte prompt und wechselte einen weiteren Innenverteidiger für einen Stürmer ein. Bei Bosnien-Herzegowina blieb der Ex-Schalker Sead Kolasinac in der Halbzeit in der Kabine.

Der Sturmlauf aufs italienische Tor sollte und musste für Dzeko und Co. nun also weiter an Fahrt aufnehmen. Tatsächlich hatte in der Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte vor knapp 10.000 Zuschauern im Stadion Bilino Polje in Zenica fast ausschließlich die Gastgeber nennenswerte Offensivaktionen, die größte Torchance in dieser Phase hatte in der 60. Minute aber erneut Italien: Kean hatte das 0:2 auf dem Fuß, schoss aber über das Tor.

Ins Tor traf dagegen auf der anderen Seite Haris Tabakovic: Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach erzielte in der 79. Minute das 1:1, und wieder hatte Dzeko, der schon in Wales zum 1:1 getroffen hatte, seine Füße bzw. seinen Kopf im Spiel: Denn Dzekos Kopfball konnte Italiens Torhüter Donnarumma noch abwehren, dann war Tabakovic zur Stelle. Das Tor wurde vom VAR überprüft – die Italiener reklamierten, Dzeko habe sich bei seinem Kopfball aufgestützt. Doch das Tor behielt seine Gültigkeit.

Wieder ging es in die Verlängerung

Nachdem Donnarumma in der 88. Minute einen Kopfball von Demirovic prächtig pariert hatte, ging es in die Verlängerung – schon Wales mussten Dzeko, Katic und Kollegen in die Zusatzschicht plus Elfmeterschießen. 25:6 Torschüsse für Bosnien-Herzegowina nach der regulären Spielzeit sind ein Beleg für die Überlegenheit der Mannschaft von Trainer Sergei Barbarez.

In der Verlängerung wagten sich aber auch die Italiener wieder nach vorne, es war jetzt ein richtiger Showdown – der kleinste Fehler konnte fatale Folgen haben. Tore fielen aber auch in der zweiten Hälfte der Verlängerung, in der Katic die Gelbe Karte sah, nicht. Aber für Dzeko und Schalke gab es noch einen Schockmoment: Der Stürmer verletzte sich in einer der letzten Aktionen des Spiels an der Schulter – das Elfmeterschießen verfolgte Dzeko mit einem dicken Verband und Eisbeutel auf der Schulter. Einen Elfer schoss er nicht.

War auch nicht nötig: Bosnien-Herzegowina gewann das Elfmeterschießen mit 4:1 und fährt zur WM. Italien ist zum dritten Mal hintereinander nicht dabei.

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