In der dritten März-Woche steht eine neue Ausgabe von „Aktenzeichen XY… ungelöst“ an – die dritte in diesem Jahr. Am Mittwoch, 18. März 2026, stellt Moderator Rudi Cerne dem TV-Publikum wieder eine Reihe ungelöster Kriminalfälle. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Fällen, in denen sich die Ermittler beim nächsten Sendetermin von Aktenzeichen XY neue Hinweise erhoffen.
Aktenzeichen XY im März 2026: Falsche Polizisten in Köln
Am 21. Oktober 2023 gegen 22 Uhr wird ein 44-jähriger Mann in seiner Wohnung in Köln überfallen. Der Mann hatte zuvor einen Bankkredit über 50.000 Euro aufgenommen und einen Teil davon für eine neue Wohnungseinrichtung sowie für eine längere Reise ausgegeben – der Rest wurde zu Hause aufbewahrt.
Am Abend der Tat liegt er auf dem Sofa, als zwei Unbekannte die Wohnungstür eintreten, ihn überwältigen und fesseln. Einer der Täter trägt ein Shirt mit der Aufschrift „POLIZEI“, weshalb das Opfer zunächst von einem echten Polizeieinsatz ausgeht.
Die Männer durchsuchen die Wohnung und schlagen den 44-Jährigen. Nach rund 30 Minuten flüchten sie mit 14.000 Euro Bargeld sowie einer Uhr im Wert von etwa 3.000 Euro.
Der Mann erleidet schwere Gesichtsverletzungen, darunter Brüche an Kiefer, Jochbein und Augenhöhle, und muss mehrfach operiert werden. Zudem leidet er seit dem Überfall an einer posttraumatischen Belastungsstörung und kann seinen Beruf bis heute nicht ausüben. Teile der Tat wurden von versteckten Kameras aufgezeichnet, deren Aufnahmen online gespeichert wurden.
Berlin: Sexual-Mord an Kneipenwirtin seit 1986 ungeklärt
In der Nacht zum 11. April 1986 wird die 44-jährige Renate Pollaczek in der Kiezkneipe „Schultheiß-Baude“ in Berlin-Charlottenburg getötet. An diesem Abend hat sie die Nachtschicht übernommen.
Der letzte Gast verlässt die Kneipe kurz nach 5 Uhr morgens. Am Eingang begegnet er einem Mann, den er zuvor noch nie in seiner Stammkneipe gesehen hat. Kurz darauf kommt es dann zur Tat: Ein Unbekannter vergewaltigt Renate Pollaczek und tötet sie mit einem Küchentuch. Aus der Kasse nimmt der Täter zudem etwa 150 D-Mark mit.
Der Fall wurde 2023 erneut aufgerollt. Ermittler stellten fest, dass der Täter DNA-Spuren am Tatort hinterlassen hat – unter anderem an Zigaretten der Marke „Camel“ sowie am Körper des Opfers. Ein Abgleich mit der DNA-Datenbank brachte bislang jedoch keinen Treffer. Auch die Identität des Mannes, ist bis heute ungeklärt.
Aktenzeichen am 18.3.: Maskierte Täter überfallen 80-jährige Witwe
Am 25. September 2025 wird eine 80-jährige Witwe in ihrem Bungalow im Südosten von Holzminden überfallen. Als sie am frühen Abend die Tür öffnet, stehen zwei maskierte Männer vor ihr. Die Täter drängen die Frau ins Wohnzimmer. Aus Angst verrät sie ihnen sofort ungefragt, wo sich der Tresor im Haus befindet.
Während einer der Männer die Seniorin bewacht, durchsucht der andere das Haus. Er findet mehrere hundert Euro Bargeld, Familienschmuck, sowie die Münz- und Briefmarkensammlung ihres verstorbenen Mannes.
Als man sie kurz aus den Augen lässt, gelingt es der 80-Jährigen, ihre Tochter anzurufen und von dem Überfall zu berichten. Als ein Täter das Telefonat entdeckt, reißt ihr das Handy aus der Hand und wirft es in den Garten. Die Tochter alarmiert die Polizei.
Noch bevor die Einsatzkräfte eintreffen, flüchten die Täter mit Beute im Wert von rund 80.000 Euro. Auf ihrer Flucht werden sie von mehreren Anwohnern gesehen.
Euskirchen: Elfjähriger überrascht Einbrecher
Am 14. März 2024 ist ein elfjähriger Junge am Nachmittag allein mit den Hunden im Haus seiner Familie auf einem abgelegenen Grundstück bei Euskirchen-Kuchenheim. In dieser Zeit klettert ein unbekannter Mann über eine Mauer auf das Grundstück.
Der Täter stapelt Dachziegel übereinander, um durch ein Fenster im Hochparterre in das Haus einzusteigen. Gegen 16:50 Uhr hört der Junge verdächtige Geräusche. Als er nachschaut, entdeckt er den Einbrecher in einem Zimmer – dieser bemerkt ihn offenbar nicht.
Der Elfjährige versucht, die Hunde aus dem Haus zu bringen, flieht dann aber allein und ohne Handy nach draußen und versteckt sich. Der Täter stiehlt 200 Euro Bargeld sowie eine Sammlung von Ein-Euro-Münzen und verlässt das Grundstück mithilfe einer Gartenleiter.
Beim Verlassen blickt der Mann kurz in Richtung des Verstecks des Jungen, bemerkt ihn jedoch offenbar nicht. Der unter Schock stehende Elfjährige kann anschließend seine Mutter informieren.
Magdeburg: Falscher Paketbote überfällt Ehepaar
Am 25. Oktober 2025 klingelt gegen 13 Uhr ein angeblicher Paketbote an der Tür eines Einfamilienhauses in Magdeburg. Als der 69-jährige Bewohner öffnet, dringen der Mann und ein Komplize ins Haus im Stadtteil Salbke ein.
Die Täter bedrohen den Mann und seine Frau mit einer Schusswaffe und fesseln beide. Anschließend durchsuchen sie das Haus, rauben Bargeld und Schmuck. Danach flüchten sie mit einem weißen Transporter, der vermutlich von einem dritten Komplizen gesteuert wird.
Möglicherweise stecken die Täter auch hinter einer weiteren Tat: Am 17. Oktober 2025 wurden bei einem ähnlichen Überfall in Staßfurt südlich von Magdeburg Überwachungskameras aktiv. Dort erbeuteten Unbekannte unter anderem eine Uhr im Wert von 13.500 Euro sowie ein Armband mit Brillanten im Wert von rund 26.000 Euro.
Dreieich-Dreieichenhain: Familie bei nächtlichem Überfall misshandelt
In der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2026 dringen drei Männer in ein Einfamilienhaus in der Kinzigstraße in Dreieichenhain (Landkreis Offenbach) ein. Die Täter überraschen die Bewohner im Schlaf. Sie fesseln, knebeln und schlagen das Ehepaar, ihre Tochter sowie die Enkelin und verlangen Bargeld und Schmuck. Die Männer erbeuten mehrere Wertgegenstände.
Während zwei Täter die Frauen und das Kind im Schlafzimmer festhalten, zerrt ein Komplize den 70-jährigen Hausherrn in ein anderes Zimmer. Dort schneidet er ihm ein Ohr ab – aus bislang ungeklärten Gründen. Anschließend flüchten die Täter mit einem Fluchtfahrzeug, das in der Danziger Straße bereitstand.
XY International: Vermisstenfall Teresa Krug
Seit Februar 2025 fehlt von der heute 70-jährigen Teresa Krug jede Spur. Die aus Polen stammende Frau, die mehrere Sprachen spricht und gelegentlich auch den Namen Anna Kulpa nutzt, wurde nie offiziell als vermisst gemeldet.
Auf ihr Verschwinden stößt die Polizei erst im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt im niederländischen Herkenbosch. Dort wird am 15. September 2025 ein 66-jähriger Mann auf seinem Grundstück erstochen. Ein am Tatort gesehenes Auto führt die Ermittler zum 39-jährigen Sohn von Teresa Krug – er ist tatverdächtig.
Als die Polizei die 70-Jährige als mögliche Zeugin befragen will, stellt sich heraus, dass sie verschwunden ist. In ihrer Wohnung finden Beamte persönliche Dokumente, ihre Bankkarte und ihr Handy. Ihr Sohn macht keine Angaben zu ihrem Aufenthaltsort.
Eine Spur führt nach Deutschland, wo der Sohn mehrere Lagerräume angemietet hat. In einem davon finden Ermittler blaue Müllsäcke mit stark blutverschmutzten Textilien und Resten von Schaumstoffmatratzen. Ein DNA-Abgleich ergibt: Das Blut stammt von Teresa Krug.
In einem weiteren Lagerraum, der von der Vermissten selbst gemietet wurde, finden die Beamten zudem Schaufel, Spaten und Rechen – obwohl weder sie noch ihr Sohn über einen Garten verfügen. Die Ermittler befürchten, dass der Frau etwas zugestoßen sein könnte.