Olympia-Abstimmung in NRW Wer im April entscheiden darf und wie die Briefwahl läuft

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Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen sind gefragt: Am 19. April 2026 entscheiden Bürger in 17 Städten per Briefwahl, ob sich ihre Kommune an der Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“ beteiligen soll. Wir erklären, wer abstimmen darf, wie die Briefwahl funktioniert und wann das Ergebnis gültig ist.

Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“: Worum geht es?

Insgesamt 17 Städte im Rheinland und im Ruhrgebiet wollen sich gemeinsam um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Damit das möglich ist, muss jede beteiligte Kommune ihre Bürger abstimmen lassen. Die Entscheidung fällt in einem sogenannten Ratsbürgerentscheid.

Diese NRW-Städte sind beteiligt

Olympia-Bewerbung: Wer darf abstimmen?

Abstimmungsberechtigt sind Personen, die diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Hauptwohnsitz in der jeweiligen Stadt
  • seit mindestens drei Monaten dort gemeldet (in Dortmund reichen 16 Tage)
  • EU-Bürger
  • mindestens 16 Jahre alt

Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026: Wie läuft die Wahl ab?

Die Abstimmung findet ausschließlich per Briefwahl statt – es gibt keine Wahllokale. So funktioniert der Entscheid:

  • alle Wahlberechtigten erhalten die Unterlagen automatisch per Post (ein Antrag ist nicht nötig)
  • der Versand hat im März begonnen
  • zur Abstimmung wird eine Ja-Nein-Frage beantwortet
  • der ausgefüllte Stimmzettel muss rechtzeitig zurückgeschickt werden, damit er bis zur Frist am 19. April 2026 eingeht

Wann ist das Ergebnis gültig?

Damit die Abstimmung gültig ist, reicht eine einfache Mehrheit allein nicht aus, zusätzlich gilt ein Mindestquorum. Das bedeutet, dass nicht nur eine Mindestbeteiligung erreicht werden muss – zusätzlich muss ein bestimmter Zustimmungswert erreicht werden. Dieser fällt für Städte und kleinere Kommunen unterschiedlich aus:

  • Städte über 100.000 Einwohner: mindestens 10 Prozent Beteiligung und Zustimmung
  • kleinere Kommunen: bis zu 20 Prozent Beteiligung und Zustimmung

Erst wenn sowohl die Mindestbeteiligung und die Mindestzustimmung erreicht als auch die Mehrheit der gültigen Stimmen dafür ist, ist das Ergebnis für die Städte und Kommunen bindend.

Warum ist die Olympia-Abstimmung so entscheidend?

Die Wahl wird zeigen, ob NRW überhaupt eine Chance auf die Ausrichtung der Olympischen Spiele haben wird. Ein Nein in nur einer wichtigen Kommune könnte die gesamte Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“ gefährden.

NRW konkurriert nach dem Bürgerentscheid mit Berlin, Hamburg und München um die deutsche Bewerbung. Im Herbst 2026 entscheidet dann der Deutsche Olympische Sportbund welche Region Deutschland international vertreten darf.

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