Das Wichtigste zum Ibuprofen-Rückruf:
- Rückrufaktion: Zentiva hat eine Rückrufaktion für „Ibuflam 600 mg“ gestartet, nachdem in einer Tablette ein metallischer Fremdkörper entdeckt wurde.
- Risiko: Metallische Fremdkörper können beim Schlucken zu Verletzungen im Mund-, Rachen- oder Verdauungstrakt führen.
- Maßnahme: Die betroffene Charge wird vorsorglich vollständig zurückgerufen – Patienten sollen die Tabletten nicht mehr einnehmen und in die Apotheke zurückbringen.
Der Hersteller Zentiva informiert über eine aktuelle Rückrufaktion für „Ibuflam 600 mg Lichtenstein“ in der 50-Stück-Packung. In einer Tablette wurde ein metallischer Fremdkörper festgestellt. Betroffene Patienten sollten die Chargennummer prüfen und das Arzneimittel nicht weiter einnehmen.
Ibuprofen zählt zu den meistverwendeten Schmerzmitteln in Deutschland. Viele greifen bei Kopfschmerzen, Fieber, Entzündungen oder Rückenschmerzen regelmäßig zu Präparaten mit dem Wirkstoff. Umso sensibler ist der Umgang mit Qualitätsabweichungen. Wie der Hersteller Zentiva mitteilt, wurde nun eine Rückrufaktion für ein bestimmtes Ibuprofen-Präparat eingeleitet.
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Ursache des Ibuprofen-Rückrufs: Metall-Fremdkörper in Tablette
Grund für den Produktrückruf ist laut Hersteller ein metallischer Fremdkörper, der in einer einzelnen Tablette entdeckt wurde. Aus Vorsorgegründen wurde entschieden, die gesamte Charge vom Markt zu nehmen.
Metallische Fremdkörper in Arzneimitteln können beim Schlucken zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum oder im Verdauungstrakt führen. Auch wenn bislang offenbar nur eine Tablette betroffen war, erfolgt der Rückruf vorsorglich im Sinne der Patientensicherheit.
Ibuflam-Rückruf: Betroffene Produktdaten im Überblick
Von der Rückrufaktion betroffen sind Ibuflam-Verpackungen mit den folgenden Daten:
- Arzneimittel: Ibuflam 600 mg Lichtenstein Filmtabletten
- Packungsgröße: 50 Stück
- Charge: 5R02514
- Hersteller: Zentiva
Patienten sollten die Chargennummer auf der Verpackung überprüfen. Andere Chargen oder Packungsgrößen sind nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.
Medikamenten-Rückruf: Hinweise für Patienten und möglicher Ersatz
Wer eine Packung Ibuflam 600 mg Lichtenstein mit der genannten Charge zu Hause hat, sollte die Tabletten nicht mehr einnehmen. Der Rückruf erfolgt nur auf Apotheken- und Großhandelsebene und nicht auf Patientenebene, dennoch haben Patienten die Möglichkeit, Ersatz zu erhalten.
Patientinnen und Patienten können ihre Packung bei Verdacht auf einen Qualitätsmangel in der Apotheke zurückgeben und Ersatz erhalten. Die Apotheke meldet die Beanstandung beim Hersteller Zentiva und gibt nach Rücksprache eine Ersatzpackung im 1:1-Austausch (alte Packung gegen neue) ab, berichtet das Branchen-Portal Apotheke-adhoc.
Laut Zentiva handelt es sich um einen Standard-Prozess – eine Kulanzregelung, die die Kassen nicht belastet und im Ermessen der Apotheke liegt.
Wichtig: Es handelt sich nicht um eine erneute Abgabe im Ersatzverfahren, sondern ein bereits verordnetes und vermeintlich defektes Arzeimittel würde im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht des Unternehmens ersetzt werden. Die Apotheke muss den Austausch beim Hersteller anzeigen und darf ihn nicht selbstständig leisten.
Patienten erhalten möglicherweise keinen Ersatz, wenn die Packung fast leer ist. In diesem Fall könnte stattdessen eine neue Verordnung (neues Rezept) nötig sein.
Hinweise für Apotheken, den Großhandel und Krankenhäuser
Apotheken wurden angewiesen, ihre Lagerbestände umgehend zu kontrollieren. Packungen der betroffenen Charge sind über den Großhandel zurückzugeben. Hierfür ist das sogenannte AGP-Formular zu verwenden.
Großhändler und Krankenhäuser melden ihre Rücksendungen direkt über den Zentiva-Retourenshop an.
Weitere aktuelle Rückrufe im Überblick
Neben dieser Rückrufaktion kommt es regelmäßig zu weiteren Produktrückrufen im Lebensmittel- und Arzneimittelbereich. Eine Übersicht aktueller Fälle:
- Ankerkraut startet Rückruf: Vorsicht vor Fremdkörpern – mehrere Gewürzmischungen betroffen
- Hersteller warnt vor Hackfleisch: Discounter-Produkt bloß nicht verzehren
- Großer Medikamenten-Rückruf von Blutdruck-Tabletten: Das steckt dahinter
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Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich am 5. März 2026. Wir haben den Absatz „Hinweise für Patienten“ nachträglich um Informationen zum Ersatz des Medikaments ergänzt.