Schneckenplage im Sommer verhindern Wie Sie jetzt schon im Garten vorsorgen können

Lesezeit

Schnecken im Garten können in NRW zu einer echten Plage werden. Besonders durch die regnerischen Sommer haben sie zugenommen. Während die Weinbergschnecke in der Regel keine frischen Pflanzen frisst, kann die Spanische Wegschnecke, auch Nacktschnecke genannt, für unschöne Überraschungen im Gemüsegarten und Blumenbeet sorgen. Doch es gibt vielfältige umweltfreundliche Methoden, um die Tiere in Schach zu halten.

Schneckenplage: Was im Februar und März bereits getan werden kann

Die Schneckenbekämpfung im Winter und zeitigen Frühjahr ist besonders effektiv, da die Schneckenpopulation noch gering ist und das Nahrungsangebot begrenzt. Bereits im Februar und März, sobald die ersten wärmeren Tage die Schnecken aus ihren Winterquartieren locken, können Maßnahmen ergriffen werden.

Eine gründliche Reinigung des Gartens ist ein erster wichtiger Schritt. Laub, Pflanzenreste und Unrat, unter denen sich Schnecken verstecken könnten, sollten weggeräumt, ebenso der Komposthaufen untersucht werden. Die gefundenen Schnecken können abgesammelt und umgesiedelt werden.

Regelmäßiges Umgraben des Bodens kann außerdem hilfreich sein, um Schnecken und mögliche Eier an die Oberfläche zu befördern. Auch sollten beim Neusetzen von Pflanzen keine neuen Versteckmöglichkeiten entstehen. Wer sich das Absammeln neuer Schnecken im Sommer einfacher machen will, kann mit umgekippten Blumentöpfen oder Holzbrettern bewusst ein Versteck schaffen, unter dem sich die Schnecken schnell finden lassen.

Schnecken vorbeugen mit natürlichen Feinden

Eine der effektivsten Strategien ist die Förderung natürlicher Feinde wie Igel, Kröten, Blindschleichen, Amseln, Stare und Elstern im Garten. Diese Tiere fühlen sich besonders in naturnah gestalteten Gärten wohl und helfen, die Schneckenpopulation auf natürliche Weise zu regulieren. Laufkäfer und deren Larven, Glühwürmchen und Hundertfüßer machen sich auch gerne über Schneckeneier und Jungschnecken her. Aber auch Laufenten können gegen Nacktschnecken helfen – sie stehen bei ihnen oben auf dem Speiseplan.

Zwei indische Laufenten laufen auf einer Wiese, eine von ihnen hat eine Schnecke im Schnabel.
In einigen Regionen kann man Laufenten auch kaufen oder sogar mieten.© picture-alliance / dpa/dpaweb

Tipps gegen Schnecken im Garten: Barrieren errichten

Schnecken meiden raue Oberflächen. Daher kann eine breite Schicht aus Sägemehl, Kalk oder Steinmehl um die Beete gestreut werden, um sie abzuhalten. Diese Materialien entziehen den Schnecken Feuchtigkeit und erschweren ihnen das Kriechen. Allerdings müssen diese Barrieren nach Regenfällen erneuert werden.

Schneckenzäune mit einem abgewinkelten Profil sind eine weitere wirksame, aber kostspielige Methode.

Pflanzenwahl und Gießverhalten

Bestimmte Pflanzen wie Zwiebeln, Knoblauch, Lavendel, Rosmarin und Thymian wirken abschreckend auf Schnecken. Auch das Gießverhalten spielt eine Rolle: Gießt man Pflanzen morgens statt abends, trocknet der Boden tagsüber ab, was den nachtaktiven Schnecken die Fortbewegung erschwert. Es empfiehlt sich, jede Pflanze einzeln und kräftig zu gießen, anstatt flächendeckend zu bewässern, um keine großen feuchten Flächen zu schaffen.

Weitere Tipps gegen Schnecken im Garten

Kaffeesatz streuen: Der Geruch von Kaffee wirkt auf Schnecken abstoßend. Kaffeesatz kann getrocknet und um die Pflanzen verteilt werden. Das sollte allerdings nicht in großen Haufen geschehen – die können schimmeln.

Hochbeete anlegen: Hochbeete sind für Schnecken schwer zu erreichen, was sie zu einer guten Alternative macht. Ein zusätzliches Kupferband kann den Zugang zusätzlich erschweren, da gelöste Kupfer-Ionen giftig auf Schnecken wirken.

atl

Sie sind bereits registriert?
Hier einloggen