VW-Rückruf wegen Brandgefahr Fast 100.000 Fahrzeuge betroffen

Ein ID. Buzz steht während einer Werksführung zur Produktion des ID. Buzz im Volkswagen Nutzfahrzeuge Werk in Hannover in der Qualitätskontrolle.
VW ruft aktuell zehntausende Autos wegen Brandgefahr zurück. © picture alliance/dpa
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Volkswagen muss zahlreiche Elektroautos zurückrufen. Grund für die Rückrufaktion ist ein mögliches Problem in der Hochvoltbatterie, das im schlimmsten Fall eine Brandgefahr darstellen kann. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor.

Der Rückruf betrifft gleich mehrere Modelle aus der ID.-Familie und dürfte damit für viele E-Auto-Fahrer relevant sein.

Diese VW-Modelle sind von dem Rückruf betroffen

Laut KBA handelt es sich um folgende Fahrzeuge:

  • VW ID.3
  • VW ID.4
  • VW ID.5
  • VW ID. Buzz
  • VW ID. Buzz Cargo

Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 24. Juni 2023 und dem 23. August 2024 produziert wurden.

Insgesamt umfasst der Rückruf 74.579 Fahrzeuge weltweit, davon 22.182 in Deutschland.

Wie das Fachmedium electrive.net berichtet, geht der Rückruf sogar noch darüber hinaus: Auch 19.452 Fahrzeuge des Cupra Born sind betroffen. Damit nähert sich die Gesamtzahl der zurückgerufenen Fahrzeuge der Marke von 100.000.

Problem in der Batterie: Das steckt dahinter

Auslöser ist ein möglicher Defekt in der Hochvoltbatterie. Laut KBA entsprechen einzelne Batteriemodule nicht den vorgesehenen Spezifikationen.

In der offiziellen Beschreibung heißt es: „Nicht der Spezifikation entsprechende Module in der Hochvoltbatterie können zu einer Reichweitenabnahme und dem Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte führen. Es besteht Brandgefahr.“

Die Auswirkungen können sich zunächst vergleichsweise harmlos zeigen – etwa durch eine geringere Reichweite oder Warnhinweise im Cockpit. Im ungünstigsten Fall besteht jedoch ein Sicherheitsrisiko.

Ob es bereits zu Vorfällen mit Sach- und/oder Personenschäden gekommen ist, ist laut KBA-Angaben nicht bekannt. Electrive.net zufolge deutet dies darauf hin, dass das Problem im Rahmen interner Untersuchungen aufgefallen ist – nicht durch konkrete Schadensfälle.

So reagiert Volkswagen

Volkswagen hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um das Problem zu beheben. Vorgesehen ist ein mehrstufiges Vorgehen:

  • Ein Software-Update wird aufgespielt.
  • Die Hochvoltbatterie wird überprüft.
  • Falls nötig, werden einzelne Batteriemodule ausgetauscht.

Der Rückruf wird vom Kraftfahrt-Bundesamt überwacht. Intern läuft die Maßnahme bei Volkswagen unter dem Code „93MI“, die KBA-Referenznummer lautet 16271R.

Quellen:

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Electrive.net

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