50 Jahre zwischen Bundesliga und Breitensport Bottroper BG feiert Jubiläum

Mannschaftsfoto aus den Anfangsjahren der Bottroper Badminton-Gemeinschaft
Ganz in Weiß präsentierte sich die Mannschaft der Bottroper Badminton-Gemeinschaft in den Anfangsjahren des Vereins. © Verein
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Darum geht‘s:

  • Die Bottroper Badminton-Gemeinschaft feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit Jubiläumsevents.
  • Der Verein erreichte sportliche Höhepunkte, darunter 1. Bundesliga und Nachwuchstitel.
  • Zukünftig fokussiert sich die BBG auf Breitensport und innovative Ansätze.

Die Bottroper Badminton-Gemeinschaft (BBG) feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten ist an diesem Samstag, 18. April, ein vereinsinternes Jux-Turnier.

Der Club blickt auf eine bewegte Geschichte zwischen sportlichen Erfolgen und gelebter Gemeinschaft zurück. Gegründet 1976 von einer kleinen Gruppe sportbegeisterter Spielerinnen und Spieler, entwickelte sich die BBG schnell zu einer festen Größe im regionalen Sport. Der Verein steht bis heute für Ehrgeiz, intensive Nachwuchsarbeit und ein starkes Miteinander.

Bottroper BG startete bemerkenswert

Sportlich gelang der BBG ein bemerkenswerter Start. Innerhalb von sieben Jahren stieg der Verein bis in die Oberliga West auf, die heutige 2. Bundesliga. Eine prägende Rolle spielte die Familie Fischedick, die den Aufbau sowohl organisatorisch als auch sportlich maßgeblich vorantrieb.

Schwarz-weiß-Foto des Badmintonspielers Hans-Georg Fischedick
Hans-Georg Fischedick war in den Anfangsjahren eines der Aushängeschilder der BBG.© Verein

Früh setzte der Verein konsequent auf Nachwuchsförderung. Bereits 1981 gewann die BBG die Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft. In den Folgejahren sammelten Spielerinnen und Spieler zahlreiche weitere Titel und vordere Platzierungen.

BBG spielte fünf Jahre in der 1. Liga

Den sportlichen Höhepunkt erreichte der Verein in den 1980er- und 1990er-Jahren. Insgesamt fünf Spielzeiten war die BBG in der 1. Bundesliga vertreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang ab 1996 dreimal der Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse.

Zur Mannschaft gehörten neben eigenen Talenten auch internationale Größen wie Nathan Robertson und Dharma Gunawi. Die beste Platzierung gelang in der Saison 1998/99 mit Rang sieben. Anschließend zog sich das Team aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurück.

Der sportliche Anspruch blieb dennoch erhalten. Bis 2008 spielte die BBG in der 2. Bundesliga und wurde dort insgesamt fünfmal Meister. Auch als Ausrichter machte sich der Verein einen Namen.

Teamfoto der Bottroper BG aus der Zweitliga-Saison 2007/08
In der Saison 2007/08 spielte die erste Mannschaft der BBG noch in der 2. Bundesliga.© Verein

Mit den German Junior Open organisierte die BBG 18-mal eines der weltweit bedeutendsten Nachwuchsturniere. Spätere Weltklassespieler wie Peter Gade, Hendra Setiawan oder Lin Dan traten in Bottrop an. Zudem richtete der Verein zahlreiche westdeutsche und deutsche Meisterschaften aus.

Inzwischen hat sich die BBG neu ausgerichtet. Der Schwerpunkt liegt stärker auf dem Breitensport, ohne den Leistungsgedanken aufzugeben. Ziel ist es, innovative Ansätze umzusetzen und weiterhin Impulse im Badmintonsport zu setzen.

Zusammenhalt und Spaß am Spiel stehen im Fokus

Im Mittelpunkt steht dabei der Zusammenhalt im Verein. „Bei uns ist jeder willkommen – hier bleibt niemand allein“, heißt es im Vereinslied. Dieser Anspruch wird von der Jugend bis zu den erfahrenen Spielern gelebt.

Neben dem sportlichen Angebot steht der gemeinsame Spaß am Spiel im Vordergrund. Diese Philosophie prägt den Verein seit seiner Gründung. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

Im Jubiläumsjahr plant die BBG mehrere Veranstaltungen. Neben internen Feiern und einer Dokumentation ist mit den „Ruhrpott Masters 2026“ Ende Juni ein großes Turnier vorgesehen. Es wird das erste größere Event sein, das der Verein seit längerer Zeit wieder ausrichtet.

Die Badmintonspieler Matthias und Thomas Kuchenbecker spielen gemeinsam im Doppel.
Matthias und Thomas Kuchenbecker waren zwei von vielen Eigengewächsen in der BBG-Historie.© Verein

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