Neue Spielklasse im Fußballkreis RE Alle Infos zur Kreisliga D - nicht alle können mitmachen

Spielszene aus der Kreisliga
Rollt der Ball in noch mehr Staffeln? Der Fußballkreis Recklinghausen plant die Einführung der Kreisliga D. © Andreas Hofmann
Lesezeit

Darum geht‘s:

  • Das Meldeverfahren für die Kreisliga D im Fußballkreis Recklinghausen läuft.
  • Die Liga bietet flexiblen Spielbetrieb ohne Auf- und Abstiegsmöglichkeiten.
  • Ob die Liga startet, ist abhängig von der Anzahl der Meldungen.

Die neue Kreisliga D im Fußballkreis Recklinghausen ist einen Schritt näher gerückt. Mit dem Start des Meldeverfahrens für die Saison 2026/27 können Vereine erstmals Mannschaften für die neue Spielklasse anmelden. Gleichzeitig hat der FLVW-Kreis die vorläufigen Bestimmungen veröffentlicht und damit die wichtigsten Fragen zum geplanten Spielbetrieb beantwortet.

Ob die Kreisliga D tatsächlich an den Start geht, ist allerdings noch offen. Die Bildung der Liga hängt von der Zahl der eingehenden Meldungen ab. Erst nach Ablauf der Meldefrist am 10. Juli wird der Kreis entscheiden, ob genügend Mannschaften zusammenkommen.

Die neue Spielklasse richtet sich nicht an alle Vereine gleichermaßen. Erstmannschaften sind in der Kreisliga D grundsätzlich ausgeschlossen. Zudem dürfen keine Teams gemeldet werden, die die Saison 2025/26 besser als auf Platz acht einer Kreisliga-C-Staffel abgeschlossen haben.

Spielbetrieb nur alle 14 Tage

Gedacht ist die Liga vielmehr für Mannschaften, die sich einen klassischen Spielbetrieb nur noch eingeschränkt vorstellen können. Neben Herrenmannschaften können auch Ü32-Teams teilnehmen. Geplant ist eine Soll-Mannschaftsstärke von 10 bis 14 Teams je Staffel.

Bereits im Frühjahr hatte sich in einer Vereinsumfrage eine Mehrheit der Klubs positiv zur Einführung einer Kreisliga D geäußert.

Der größte Unterschied zu den übrigen drei Spielklassen im Fußballkreis Recklinghausen liegt im Spielrhythmus. Anders als von der Kreisliga A bis C soll in der Kreisliga D nicht jede Woche gespielt werden. Stattdessen sind Ansetzungen im 14-Tage-Rhythmus vorgesehen.

Dominik Lasarz hält eine Rede.
Möchte mit seinen Verbandskollegen eine neue Spielklasse anbieten: Dominik Lasarz, Vorsitzender des FLVW-Kreises Recklinghausen.© Andreas Hofmann

Auch bei der Mannschaftsstärke zeigt sich der Kreis flexibel. So kann das sogenannte Norweger-Modell angewendet werden. Mannschaften dürfen also auch mit neun statt elf Spielern antreten. Je nach Meldung kann zwischen beiden Varianten gewechselt werden. Der Gegner muss darüber spätestens 24 Stunden vor dem Anpfiff informiert werden.

Die Heimspiele können freitags, samstags oder sonntags angesetzt werden. Zudem sollen Spielverlegungen unkompliziert zwischen den beteiligten Vereinen abgestimmt werden können.

Keine Auf- und Absteiger

Anders als in den klassischen Ligensystemen wird es in der Kreisliga D weder Absteiger – ohnehin wäre es die tiefste Spielklasse im FLVW-Kreis – noch einen automatischen Aufstieg geben. Selbst die Meister der Staffeln steigen nicht direkt in die Kreisliga C auf. Vereine, die später wieder am regulären Spielbetrieb teilnehmen möchten, müssen ihre Mannschaft für die folgende Saison eigenständig in der Kreisliga C melden.

Damit wird deutlich, welchen Zweck die neue Liga erfüllen soll: weniger Leistungsdruck, mehr Flexibilität und ein Angebot für Mannschaften, denen ein wöchentlicher Spielbetrieb zu aufwendig ist. Ob dieses Modell angenommen wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Spätestens nach dem Meldeschluss am 10. Juli dürfte klar sein, ob die Kreisliga D tatsächlich Premiere feiert.

Sie sind bereits registriert?
Hier einloggen