Spieler des Spieltags steht fest Zwei Herterner liefern sich enges Rennen

Der eine erzielt Tore, der andere verhindert sie: Nick Schorn (l.) und Sven Klimek machten am Wochenende auf sehr unterschiedliche Weisen auf sich aufmerksam. © Ronald Brendel/Thomas Braucks
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Der 20. Spieltag im Fußballkreis Recklinghausen hatte wieder einige außergewöhnliche Leistungen zu bieten. Auffällig dabei: Diesmal schaffte es kein Spieler aus den überkreislichen Ligen ins Team der Woche.

Bei unserer Wahl zum Spieler des Spieltags hat sich am Ende ein Siebenerpacker durchgesetzt. Nick Schorn schoss gegen GW Erkenschwick II gleich sieben Tore für die DJK Spvgg. Herten II und bekam deshalb 39 Prozent der Stimmen.

Auf Platz zwei landete ein weiterer Hertener. Trotzdem reichte eine Top-Leistung von Torhüter Sven Klimek (SV Westerholt) „nur“ zu 23 Prozent der Stimmen. Platz drei holte sich Lukas Wemhoff vom TuS Sythen (16 Prozent).

Hier gibt‘s noch mal alle Nominierten und ihre Leistungen vom vergangenen Spieltag:

Lukas Wemhoff (TuS Sythen, Kreisliga A1)

Das sieht man auch eher selten: Der Sieger der vergangenen Abstimmung hat sich direkt wieder ins Team der Woche gespielt. Gelangen ihm im Derby gegen Flaesheim alle vier Tore seines Teams, traf Lukas Wemhoff diesmal dreimal gegen Barkenberg – und erzielte damit erneut alle Sythener Tore. Zweimal blieb der Kapitän eiskalt vom Punkt, ehe er den lupenreinen Hattrick perfekt machte. Was Torgefahr und Abgezocktheit angeht, macht dem Sythener derzeit kaum einer was vor.

Constantin Brink (Borussia Ahsen, Kreisliga A2)

Es war nicht das erste Mal, dass Constantin Brink in der Offensive von Borussia Ahsen quasi den Alleinunterhalter spielte. Beim 3:3 bei Fenerbahce Marl erzielte er alle drei Treffer der Dattelner, brachte sein Team sogar zweimal in Führung (1:0 und 3:2). Zum Sieg reichte es zwar nicht, für eine Nominierung zur Mannschaft der Woche aber allemal.

Nikolas Höing (SSV Rhade, Kreisliga B1)

Sein Trainer nennt ihn einen Unterschiedsspieler, und diesen Unterschied machte er gegen den BVH Dorsten II ganz ohne Zweifel: Sechs Tore schoss Höing, drei in der ersten, drei in der zweiten Halbzeit. Und keiner seiner Teamkollegen, geschweige denn ein Spieler des Gegners kam ihm dazwischen. Am Ende hatte Höing also zwei lupenreine Hattricks auf dem Konto, und es hieß 6:0 für Rhade.

Sven Klimek (SV Westerholt, Kreisliga B2)

Erst holte sich Sven Klimek die Komplimente der Kollegen ab, danach klopften ihm auch die Westerholter Fans anerkennend auf die Schulter. Keine Frage: Der Routinier war am Sonntag im Topspiel zwischen dem VfB Hüls II und dem SV Westerholt der auffälligste Mann auf dem Kunstrasen am Badeweiher. Mit mehreren starken Paraden rettete der Torhüter den Gästen das 0:0 – Klimek war schlicht unbezwingbar. Oder, um es mit den Worten von VfB-Trainer Ingo Krämer zu sagen: „Weltklasse!“ Bleibt die Frage, wie lange sie in Westerholt noch Freude an ihrem Schlussmann haben. SVW-Trainer Steven Gebur verriet: „Sven will aufhören.“ Nach dieser Leistung fällt es schwer, das zu begreifen.

Nick Schorn (DJK Spvgg. Herten, Kreisliga B2)

Als wäre das Spiel mit einem Endstand von 7:11 nicht schon spektakulär genug, tat sich Nick Schorn mit sieben Toren gegen GW Erkenschwick II noch einmal besonders hervor. Zwischen der 9. und 40. Minute drehte er das Ergebnis mit einem Hattrick zum 1:3-Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte folgten noch vier weitere Treffer für den Hertener, der insgesamt bei 41 Saisontoren steht.

Akanay Islak (FC Leusberg, Kreisliga B2)

Das war ein immens wichtiger Sieg für die Recklinghäuser im Kampf um den Klassenerhalt – und Akanay Islak hatte gehörigen Anteil daran. Drei Treffer steuerte er beim 5:2 gegen SuS Hervest-Dorsten bei. Insgesamnt war Islak jetzt schon zehnmal in dieser Saison erfolgreich.

Emin Kara (GW Erkenschwick, Kreisliga B3)

Emin Kara war beim 5:2-Sieg von GW Erkenschwick gegen den SV Bossendorf mit drei Treffern der überragende Mann auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler zog bei den Grün-Weißen die Fäden, kurbelte immer wieder das Offensivspiel an und war zugleich eiskalt vor dem Tor. Nach seiner Auswechslung fehlte den „Fröschen“ deutlich Struktur und Durchschlagskraft im Spiel nach vorne.

Denis-Gabriel Frij (Spvgg. Erkenschwick II, Kreisliga B3)

Beim 3:2-Erfolg gegen Eintracht Waltrop avancierte Denis-Gabriel Frij mit zwei Treffern zum Matchwinner. Der Youngster war über die gesamte Spielzeit ein ständiger Unruheherd und stellte die Waltroper Defensive immer wieder vor große Probleme. Einziger kleiner Makel: Bei der Vielzahl seiner Chancen hätte Frij sogar noch mehr Tore erzielen können.

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