Die Auswahl für den Spieler des Spieltags im Fußballkreis Recklinghausen vor dem finalen Wochenende hatte es noch einmal in sich. Vom Dreierpacker mit Kopfballtor in der Nachspielzeit über den Edeltechniker, der seine Gegenspieler wie Slalomstangen stehen ließ, bis hin zum Aufstiegshelden mit spätem Wirkungstreffer war alles dabei.
Nico Lange wird Spieler des Spieltags
Gewonnen hat die Abstimmung Nico Lange vom SV Dorsten-Hardt. Der Landesliga-Kicker kam zur Halbzeit und netzte direkt im Derby gegen RW Deuten. Das sorgte für 21,21 Prozent aller Stimmen. Nur knapp landeten Ezra Egole von SW Röllinghausen (18,56 Prozent) und Adrian Weinhold von Concordia Flaesheim (17,05 Prozent).
Hier finden Sie noch alle Nominierten.
Daniel Koseler (SV Vestia Disteln, Westfalenliga 2)
Spielerisch mag sein letztes Heimspiel für den SV Vestia Disteln nicht seine beste Partie gewesen sein. Am Ende stand auch noch ein 0:1 gegen die SpVgg Horsthausen. Doch zu seinem Abschied hat sich Spielertrainer Daniel Koseler seinen Platz in der Auswahl trotzdem mehr als verdient. Er hat den Verein in den vergangenen Jahren nachhaltig geprägt und hinterlässt große Fußstapfen.

Nico Lange (SV Dorsten-Hardt, Landesliga 4)
Mit seiner Einwechslung kippte das Derby gegen den SV Rot-Weiß Deuten. Lange schoss nicht nur das zwischenzeitliche 1:1, sondern wirbelte die Deutener Abwehr auch in etlichen anderen Situationen gehörig durcheinander. Das 2:2-Endergebnis war so vor allem auch sein Verdienst.
Alexander Hölling (TSV Raesfeld, Bezirksliga 11)
Ball weit nach vorne auf die linke Seite, und Hölling wird ihn schon holen. Was im Grunde so gar nicht erfolgversprechend klingt, das ging für den TSV Raesfeld gegen Vorwärts Epe voll auf. Denn Alex Hölling holte links nicht nur jeden Ball, sondern machte auch noch was draus: Drei der fünf Tore bereitete Raesfelds Nummer 8 vor und war so einer der Matchwinner für den TSV.
Nikolai Pakowski (VfB Hüls, Bezirksliga 9)
Es klang fast schon wie eine Drohung, was VfB-Coach Timo Koscholleck nach dem 3:0-Sieg beim TuS Haltern feststellte: Pakowski sei noch gar nicht bei 100 Prozent. Aber auch so ließ er die Verteidigung der Halterner einige Male wie Hütchen aussehen, traf sehenswert ins lange Eck und belohnte seinen starken Auftritt später noch mit seinem zweiten Treffer.
Adrian Weinhold (Concordia Flaesheim, Kreisliga A1)
Vor allem sein drittes Tor ärgerte die Schermbecker Bank: „Ausgerechnet der Kleinste trifft per Kopf“, brüllte einer der Gästespieler aufs Feld. Dreimal hatte die Reserve des SVS vorgelegt, dreimal fand Adrian Weinhold die richtige Antwort – erst mit rechts, dann mit links und am Ende per Kopfball in der Nachspielzeit, dem er direkt einen Jubelrutscher über den Flaesheimer Kunstrasen folgen ließ.
Ezra Egole (SW Röllinghausen, Kreisliga A2)
Mit Sicherheit der Spieler in unserer Auflistung mit der kürzesten Einsatzzeit am Pfingstmontag. Einwechslung in der 89. Minute. Dann setzt er zunächst einen Kopfball neben das Tor. Aber in der Nachspielzeit macht das „Goldköpfchen“ alles richtig und nickt zum 2:2-Ausgleich bei Fenerbahce Marl ein. Und somit feiert man in Röllinghausen nun den Aufstieg in die Bezirksliga.
Sadi Öztürk (SW Meckinghoven, Kreisliga A2)
Ohne Zweifel war Sadi Öztürk der Spieler des Spiels beim 4:1-Sieg von SW Meckinghoven gegen den SC Herten. In Abwesenheit von Topstürmer Burak Umar, der im Sommer den Verein verlassen wird, sprang Öztürk in die Bresche und führte sein Team nach zwischenzeitlichem Rückstand mit drei Treffern auf die Siegerstraße.
Matthias Spiecker (VfB Waltrop II, Kreisliga B3)
So viel Grund zum Jubeln gab es für Matthias Spiecker in dieser Saison noch nicht. Der Abwehrchef und Kapitän der vor einigen Wochen vom Spielbetrieb zurückgezogenen Bezirksliga-Mannschaft des VfB Waltrop lief für die Reservemannschaft im Derby gegen Eintracht Waltrop auf. Da hatte Spiecker nicht nur den 7:2-Sieg zu feiern, sondern auch einen für ihn eher untypischen Dreierpack.
Justin Pietsch (DJK Sportfreunde Datteln, Kreisliga B3)
Wer in der 87. Minute das vorentscheidende 3:2 auf dem Weg zum Aufstieg erzielt, gehört auf jeden Fall in die Mannschaft der Woche. „Ob ich den Ball mit der Wade oder dem Oberschenkel über die Linie gebracht habe, weiß ich gar nicht“, meint Justin Pietsch. Er traf zudem beim 4:2-Erfolg bei Borussia Ahsen II ein weiteres Mal und leitete zudem auch noch das 4:2 ein. Damit ist Justin Pietsch auf jeden Fall ein Held des Aufstiegs.