Vierte Leiche nach Flugzeugabsturz in Namibia entdeckt Ermittlungen laufen

Nach einem Flugzeugabsturz mit vier Deutschen konnten alle Leichen identifiziert werden. (Symbolbild)
In Namibia sterben vier Deutsche bei einem Flugzeugabsturz. Was zu dem Absturz führte, ist weiter unbekannt. Die Behörden dämpfen die Erwartungen. (Symbolbild) © picture alliance / dpa
Lesezeit

Update 30.5., 14.50 Uhr: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit vier deutschen Todesopfern in Namibia sind der Polizei zufolge nun auch die sterblichen Überreste der bislang noch vermissten vierten Person gefunden worden. An allen Opfern seien Obduktionen und DNA-Identifizierungen vorgenommen worden, wie die Polizei mitteilte.

„Alle Opfer wurden identifiziert, einschließlich der sterblichen Überreste der weiblichen Passagierin“, teilte die Polizei mit. Demnach werden die Leichen jetzt nach Deutschland überführt. Das Heilbronner Polizeipräsidium befindet sich nach eigenen Angaben im Austausch mit der deutschen Botschaft in Windhoek. Zudem seien die Staatsanwaltschaft Heilbronn sowie die zuständigen Standesämter involviert, um bei der Rückführung zu unterstützen, sagte der Heilbronner Polizeipräsident Frank Spitzmüller der „Heilbronner Stimme“.

Update 13.5., 11.13 Uhr: Auf der Suche nach der Ursache für einen Flugzeugabsturz mit drei toten deutschen Urlaubern dämpfen die namibischen Behörden die Erwartungen auf ein rasches Ergebnis. Es könne noch nicht gesagt werden, wann die am Montag eingeleitete Untersuchung abgeschlossen sei, sagte Philippine Lundama, der Direktor der Behörde für die Untersuchung von Flugunfällen.

Sollte die namibische Behörde innerhalb von zwölf Monaten keine Ergebnisse der Untersuchung erhalten haben, werde ein Zwischenbericht veröffentlicht, sagte Direktor Lundama. Zunächst solle festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde.

Ersten Informationen zufolge hatte das Flugzeug, das am Sonntag von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug am Montag etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der Region Hardap gefunden.

Flugzeugabsturz in Namibia: Trauer um Manager-Familie in Heilbronn

Update 12.5., 12.30 Uhr: Der Tod der Familie, zu der zwei frühere Top-Manager der Schwarz-Gruppe gehörten, habe in Bad Rappenau große Trauer ausgelöst, sagte Oberbürgermeister Sebastian Frei. Die Familie sei im Stadtleben präsent und sehr geschätzt gewesen. Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel erklärte der „Heilbronner Stimme“, man habe „. Das Unglück löste in ihrer Heimat große Bestürzung aus.

Nach Angaben der Schwarz-Gruppe starben Silke Lohmiller (61), frühere Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, ihr Mann Richard Lohmiller (66), ein ehemaliger Kaufland-Manager, sowie ihr 19 Jahre alter Sohn. Auch der deutsche Pilot kam ums Leben.

Die Deutschen waren als Touristen mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet. Das Flugzeug sollte etwa eine Stunde später auf einer privaten Landebahn nahe Sossusvlei landen, erreichte sein Ziel jedoch nicht. Das Wrack wurde am Montagmorgen gefunden. Namibische Behörden leiteten eine Untersuchung zur Ursache des Absturzes ein.

Flugzeugunglück in Namibia: Frau war ehemalige Geschäftsführerin von Stiftung

Update 11.5., 20.45 Uhr: Aus einer Pressemitteilung der Dieter Schwarz Stiftung ist hervorgegangen, dass es sich bei den getöteten Personen um die ehemalige Geschäftsführerin der Stiftung, Silke Lohmiller, ihren Mann Richard Lohmiller und den gemeinsamen Sohn Henry handelt.

Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Vorsitzender Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung sagte in der Pressemitteilung: „Wir verlieren mit Silke Lohmiller eine herausragende Persönlichkeit und eine engagierte Gestalterin, die die Bildungslandschaft in unserer Region und auch bundesweit nachhaltig geprägt hat“

Ihr unermüdlicher Einsatz habe stets dem Ziel gegolten, allen jungen Menschen Zukunftschancen zu eröffnen, so Geilsdörfer. „Wir trauern nicht nur um eine geschätzte Kollegin, sondern um einen besonders warmherzigen Menschen, den wir sehr vermissen werden.“

Erstmeldung: Vier Deutsche sterben bei Flugzeugabsturz in Namibia

Drei deutsche Touristen und ihr ebenfalls deutscher Pilot sind bei einem Flugzeugabsturz in Namibia gestorben. Die namibische Airline „Desert Air“ teilte in einem offiziellen Statement mit, dass ein seit Sonntag vermisst gemeldetes Flugzeug abgestürzt und gefunden worden sei. Von den vier Passagieren habe niemand überlebt, so die Airline.

Die Touristen waren demnach am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger hätte demnach etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen, erreichte aber nie sein Ziel.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Desert Air (@desertair_namibia)

Die Airline habe die Angehörigen bereits benachrichtigt und drücke ihr tiefes Beileid aus. „Wir danken den Rettungskräften und Helfern, den Behörden und Freiwilligen für ihren Einsatz bei der Suche“, schrieb die Airline.

Erste Untersuchungen des Absturzes habe die namibische Behörde für Flugzeugunfälle bereits aufgenommen, teilte das Unternehmen mit. Bis dahin bitte „Desert Air“ darum, dass keine Spekulationen über die Ursache angestellt werden.

vira/dpa

Sie sind bereits registriert?
Hier einloggen