Lebensgefahr nach Flugzeugabsturz in Hamm-Heessen Feuerwehr befreit Pilot aus Wrack

Am Flugplatz in Hamm-Heessen ist ein Flugzeug abgestürzt. © Max Lametz
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Update, 8.15 Uhr (16.4.)

Wie die Pressestelle der Polizei in Hamm auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, ist die Ursache beziehungsweise der Hergang des Flugzeugabsturzes nach wie vor unklar. Zum Gesundheitszustand der beiden beteiligten Personen heißt es: „Unser letzter Kenntnissstand ist, dass beide Personen schwer verletzt sind und der Pilot in Lebensgefahr geschwebt hat“. Ob er das immer noch tut oder mittlerweile wieder außer Lebensgefahr ist, dazu lagen der Polizei am Morgen noch keine Informationen vor.

Untersuchung zur Unfallursache

Germout Freitag, Pressesprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig, erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, dass es „noch etwa ein Jahr“ dauern könne, bis man mehr zur Unfallursache beziehungsweise dem Unfallhergang sagen könne. In solchen Fällen sammelten die Kollegen zunächst Informationen vor Ort. Ausgewertet werden diese dann in Braunschweig. „Dann wird zunächst ein Zwischenbericht geschrieben, eine Art Sachstandsdarstellung. Und erst dann gehen wir in die Anlayse hinein“, so Freitag.

Update, 20.30 Uhr:

Nach dem schweren Flugzeugabsturzes eines Kleinflugzeuges wurde die Unfallstelle am Flugplatz in Hamm am Abend erneut abgesperrt, wie ein Reporter vor Ort berichtet. Demnach waren auch Entschärfer der Polizei vor Ort. Der Grund lag im Rettungssystem des verunglückten Ultraleichtflugzeugs. Solche Flugzeuge verfügen über ein Gesamtrettungssystem. Dabei handelt es sich um einen fest eingebauten Fallschirm, der im Notfall das komplette Flugzeug zu Boden bringt. Der Pilot löst im Notfall das System über einen Griff im Cockpit aus. Eine kleine Rakete zieht dann den Fallschirm in Sekunden aus dem Gehäuse. Das Flugzeug sinkt anschließend kontrolliert zu Boden.

Technik wird zur Gefahr

Genau diese Technik stellte am Abend eine Gefahr dar. Im Inneren des Systems befindet sich eine Treibladung, die die Rakete antreibt. Diese Ladung ist auch nach einem Absturz aktiv und kann unkontrolliert zünden. Für Einsatzkräfte und Umstehende besteht dann ein erhebliches Risiko durch Druck, Hitze und herumfliegende Teile. Spezielle Entschärfer der Polizei rückten an und übernahmen deshalb die Entschärfung. Gegen 19.25 Uhr war ein lauter Knall zu hören. Anwohner der Heessener Straße blickten in Richtung Flugplatz. Offenbar wurde der Raketentreibsatz so gezielt unschädlich gemacht. Anschließend beendeten die Entschärfer ihren Einsatz und rückten ab.

Bisher hatte sich die Polizei noch nicht offiziell zum genauen Unfallhergang geäußert.

Update, 18 Uhr:

Wie die Polizei Hamm gegen 18 Uhr in einer Mitteilung erklärt, wurde der 67-jährige Pilot bei dem Flugzeugabsturz lebensgefährlich verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Co-Pilot, der selbstständig aus dem Kleinflugzeug kam, wurde ebenfalls zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Es ist derzeit noch unklar, wie es gegen 13.15 Uhr zum Absturz des Kleinflugzeugs unweit der Münsterstraße in Hamm kommen konnte. Bei dem Aufprall auf dem Boden wurde das Flugzeug stark beschädigt. Wie hoch die Schadenssumme ist, ist derzeit noch ungewiss. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen nahm die Ermittlungen vor Ort auf.

Update, 16 Uhr:

Eine Fotostrecke gibt einen Eindruck vom Einsatz in Hamm-Heessen.

Update, 15.25 Uhr:
Wie Robin Verspohl, Sprecher der Polizei Hamm, erklärt, konnte der 73 Jahre alte Co-Pilot aus Hamm von der Feuerwehr aus dem Flugzeug gerettet werden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Derzeit sind nur noch Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.

Fluglehrer als Co-Pilot

Update, 14.10 Uhr:

Wie ein Sprecher der Polizei Hamm im Gespräch mit der Redaktion erklärt, ging der Notruf um 13.15 Uhr bei der Leitstelle ein. Er bestätigte, dass sich zwei Personen im Flugzeug befanden. Demnach handelt es sich um ein 67-jährigen Piloten aus Gütersloh und einen 73-jährigen Fluglehrer, der als Co-Pilot in der Maschine saß. Der Pilot konnte die Maschine selbstständig verlassen, der Co-Pilot wurde eingeklemmt, sei aber den Worten des Polizeisprechers nach wach und ansprechbar.

So haben wir bisher berichtet:

Am Flugplatz in Hamm-Heessen hat es am Mittwoch (15. April) einen Flugzeugabsturz gegeben. Das bestätigte die Polizei Hamm auf Anfrage der Redaktion. Wie es zum Absturz kam, ist derzeit noch unklar. Aus der Pressestelle der Polizei Hamm sind derzeit noch keine Details zu erfahren.

Nach ersten Erkenntnissen eines Reporters vor Ort handelt es sich um ein Kleinflugzeug, das etwa 40 Meter neben der Landebahn, zwischen einer asphaltierten Straße und einer Grünfläche aufgeprallt ist. Im Flugzeug haben sich wohl zwei Personen befunden, eine wurde eingeklemmt. Die Feuerwehr ist derzeit im Einsatz, die Person aus dem Flugzeug zu befreien.

Neben der Feuerwehr ist auch die Polizei mit einem Großaufgebot sowie der Rettungsdienst im Einsatz. Der Rettungshubschrauber Christoph 8, der in Lünen stationiert ist, ist ebenfalls vor Ort.

Der Flugbetrieb ist derzeit eingestellt.

Wir berichten an dieser Stelle weiter.

Update, 15.49 Uhr:
Ein Video von Reporter Max Lametz zeigt, wie der Einsatz am Flugplatz in Hamm-Heessen ablief.

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