Der Fahndungsaufruf der Polizei war am Mittwochabend (6.5.) rund eineinhalb Minuten lang Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. „Wir haben im Zusammenhang einige Hinweise bekommen“, erklärt Pia Wessing, Sprecherin der Polizei im Kreis Recklinghausen, am Donnerstagmorgen.
Inzwischen berichtet die Bildzeitung, dass es in der Wohnung des Opfers der Tat Waffenfunde gegeben habe. Die Rede ist von 70 Waffen. Außerdem sollen die Ermittlungen in diesem Fall ins Rockermilieu sowie in islamistische Kreise und zur türkischen Mafia führen.
Entsprechende Meldungen wurden am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen nicht bestätigt. Auch ob der Staatsschutz in diesem Fall eingeschaltet wurde, blieb offen.
Das haben wir zuvor berichtet: Eine Woche nach dem versuchten Tötungsdelikt in Marl-Hüls sucht die Polizei weiter öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Am Mittwochabend um 20.35 Uhr soll der Fall in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY vorgestellt werden.
Wie berichtet, hatte die Polizei bereits um Mithilfe bei der Suche nach einem Unbekannten gebeten, der im Verdacht steht, am 29. April in Marl mehrfach auf einen anderen Mann geschossen und diesen dabei lebensbedrohlich verletzt zu haben.
Der 2003 geborene Mann soll gegen 22.35 Uhr mehrfach auf sein Opfer geschossen haben, das dabei lebensgefährlich verletzt wurde. Der Täter flüchtete anschließend mutmaßlich mit einem Fahrzeug, möglicherweise in Begleitung weiterer Personen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um Muhammet A., der auch unter einem Aliasnamen auftreten soll. Er nutze einen gefälschten kroatischen Ausweis. Nähere Informationen zur Identität des Tatverdächtigen wurden auf der Fahndungsseite (polizei.nrw/fahndung/202435) der Polizei NRW veröffentlicht. Dort gibt es auch den Hinweis, dass der Täter möglicherweise auch weiterhin bewaffnet sein könnte.
Die Polizei warnt daher ausdrücklich davor, den Gesuchten anzusprechen, und bittet stattdessen um sofortige Verständigung der Einsatzkräfte.
Für Hinweise aus der Bevölkerung, speziell zu diesem Fall, wird eine gesonderte Hotline geschaltet: 0800 2361 550.