Das große Finale: Am Wochenende ist in allen drei deutschen Profiligen der letzte Spieltag der Saison. Auch für Deniz Aytekin ist dann „Abpfiff“ – der Top-Schiedsrichter wird dann mit der Partie Bayern München gegen den 1. FC Köln sein letztes Spiel leiten, der 47-Jährige hängt am Saisonende die Pfeife an den Nagel.
Das Karriere-Ende bietet also eine gute Gelegenheit für Rückblicke. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ erinnert sich Aytekin, welche Spiele ihm besonders in Erinnerung bleiben werden. Darunter ist auch ein Spiel mit Schalker Beteiligung: „Das war Wahnsinn“, sagt Aytekin noch heute über diese Partie – fast neun Jahre danach.
Die Rede ist vom Derby zwischen dem BVB und Schalke am 25. November 2017. Für Aytekin hatte diese Partie auch eine große Bedeutung in psychologischer Hinsicht: „Ich fand das mit Blick auf das Verhalten von Menschen hochspannend zu beobachten.“ Schalke lag bekanntlich zur Halbzeit mit 0:4 hinten und glich in einer Wahnsinns-Aufholjagd dann noch zum 4:4 aus. Aytekin erinnert sich: „Dortmund führt 4:0, steht quasi vor dem Sieg. Und nach dem Anschlusstor siehst du plötzlich in den Gesichtern einiger Spieler eine gewisse Angst, dass sie etwas sicher Geglaubtes doch noch verlieren können. Die Schalker hingegen sind angstbefreit, weil sie nichts mehr zu verlieren haben.“
Auf Schalke zuletzt am 19. April
Für Aytekin eine Erfahrung, die er auch bei Vorträgen in Unternehmen weitergibt. Aytekin hat allein in der Ersten Fußball-Bundesliga 253 Spiele geleitet, auf Schalke pfiff er zuletzt das Zweitliga-Spiel gegen Preußen Münster am 19. April (4:1).