Turbulentes Nordderby für einen Ex-Schalker Rote Karte ohne Einsatz, dritter Trainer der Saison

Rote Karte für den Wolfsburger Marius Müller (hinten, halb verdeckt): Dabei hatte der Ex-Schalker gar nicht mitgespielt.
Rote Karte für den Wolfsburger Marius Müller (hinten rechts, halb verdeckt): Dabei hatte der Ex-Schalker gar nicht mitgespielt. © picture alliance/dpa
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Während Kevin Müller im Schalker Tor am Freitagabend beim 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld sein bestes von bislang drei Spielen für die Königsblauen absolvierte, erlebte sein Namensvetter Marius Müller – ebenfalls Torwart – am Samstag danach ein wahrscheinlich unvergessliches Nordderby. Das wird der Ex-Schalker aber nicht in bester Erinnerung behalten.

Und das nicht nur wegen der 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV. Durch die rutschten die „Wölfe“ noch tiefer als ohnehin schon in den Tabellenkeller der Ersten Liga, dementsprechend lagen die Nerven nach dem Spiel bei Fans und Spielern blank. Während einige Wolfsburger Anhänger aus Frust Pyrotechnik aufs Spielfeld warfen, gab es zwischen Wolfsburger und Hamburger Spielern hitzige Wortgefechte. Im Zuge einer formidablen Rudelbildung zeigte Schiedsrichter Florian Exner dem Wolfsburger Ersatztorhüter Marius Müller die Rote Karte.

Marius Müller in der Saison 2023/24 im Schalke-Trikot: Großer Anteil am Klassenerhalt.
Marius Müller in der Saison 2023/24 im Schalke-Trikot: Großer Anteil am Klassenerhalt.© Tim Rehbein/RHR-FOTO

Kurios: Der Ex-Schalker war gar nicht zum Einsatz gekommen, wie schon in der gesamten Saison nicht. Müller verbucht in dieser Spielzeit derzeit also mehr Platzverweise als Einsätze. Im Profibereich war es die erste Rote Karte für den 32-Jährigen, der beim VfL Wolfsburg nicht an Stammtorhüter Kamil Grabara vorbeikommt. Die erste Karte für Müller war es in dieser Saison allerdings nicht: Ebenfalls als Ersatztorhüter sah er bereits einmal „Gelb“.

Doch mit der Roten Karte war das aufregende Wochenende für Marius Müller noch nicht beendet. Am Sonntagvormittag trennten sich die VfL-Bosse von Cheftrainer Daniel Bauer, der das Amt erst im November 2025 als Nachfolger von Paul Simonis übernommen hatte. Kurz danach präsentierte der VfL Wolfsburg mit Dieter Hecking den neuen Chefcoach – für Müller und Co. ist es also schon der dritte Trainer in dieser Saison. Bereits in der vergangenen Saison hatte Marius Müller in Wolfsburg einen Trainerwechsel miterlebt, als Daniel Bauer Ralph Hasenhüttl ablöste. Damals hatte Bauer das Amt allerdings nur als Interimslösung übernommen.

Marius Müller war zur Saison 2024/25 vom FC Schalke 04 zum VfL Wolfsburg gewechselt, Schalke soll für den Torhüter eine Ablösesumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro kassiert haben. Im Schalker Tor stand Müller in der Saison 2023/24, gekommen war der gebürtige Heppenheimer vom FC Luzern. Müller half 2023/24 entscheidend dabei mit, dass Schalke den Klassenerhalt in der Zweiten Liga schaffte. Nach Müllers Wechsel, von dem sich viele S04-Fans enttäuscht zeigten, verpflichtete Schalke Ron-Thorben Hoffmann von Eintracht Braunschweig.

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