Schalkes kurzer Tiefschlaf zeigt Wirkung Schweinfurter Doppelschlag entscheidet das Spiel

Torhüter Kevin Müller, hier beim Schalker Spiel in Fürth, war an den Gegentoren in Schweinfut schuldlos.
Torhüter Kevin Müller, hier beim Schalker Spiel in Fürth, war an den Gegentoren in Schweinfut schuldlos. © KROEGER/RHR-FOTO
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Eine Niederlage in einem solchen Testspiel ist gerade angesichts des aufgebotenen Personals kein Beinbruch aber ein bisschen mehr hätte es aus Schalker Sicht schon sein dürfen: Beim abgeschlagenen Drittliga-Schlusslicht Schweinfurt 05 verlor der Zweitliga-Spitzenreiter mit 0:2 (0:0).

Hoogland hatte das Kommando

Schalkes Cheftrainer Miron Muslic genießt noch seinen einwöchigen Heimaturlaub in Österreich, das Kommando an der Seitenlinie hatte daher sein Assistent Tim Hoogland. Der hatte ein aus Profis, U19- und U23-Spielern gemischtes Aufgebot mit in den Süden genommen, vom Stammpersonal kam kaum ein Spieler zum Einsatz – die Nationalspieler sind ohnehin unterwegs, die meisten anderen Stammspieler trainierten daheim.

Schalke mit Kapitän Janik Bachmann hatte im ersten Durchgang deutlich mehr Spielanteile als das vom Ex-Schalker Jermaine Jones trainierte Drittliga-Schlusslicht, bei dem mit Johannes Geis ebenfalls ein Ex-Schalker im Abwehrzentrum spielte. Die größte Chance in der ersten Hälfte hatten vor 4792 Zuschauern allerdings die Gastgeber mit einem Lattenschuss von Sebastian Müller (18.). Schalke war besonders gefährlich in der neunten Minute, als Christian Gomis und Zaid Tchibara beim gemeinsamen Versuch scheiterten, den Ball über die Torlinie zu stochern, und in der 36. Minute, als Felipe Sanchez nach feinem Zuspiel von U19-Spieler Jonas Zgorecki aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss.

Janik Bachmann, hier beim Spiel in Münster, war in Schweinfurt Schalkes Mannschaftskapitän.
Janik Bachmann, hier beim Spiel in Münster, war in Schweinfurt Schalkes Mannschaftskapitän.© KROEGER/RHR-FOTO

Zu dem Zeitpunkt hatte es schon drei vorher vereinbarte Wechsel gegeben: Anton Donkor, Adrian Gantenbein und Christopher Antwi-Adjei, die nach ihren Verletzungspausen ihr Comeback gaben, wurden nach 25 Minuten ausgewechselt.

Nach der Pause kurz im Tiefschlaf

Den besseren bzw. einen perfekten Start in der zweiten Halbzeit erwischte Schweinfurt: Der Drittligist spielte sich auf Schalkes rechter Abwehrseite schön frei, eine sehr gute Hereingabe verwandelte Nico Grimbs zum 1:0 (47.) Nur eine Minute später nutzte Winners Osawe die nächste Schalker Unaufmerksamkeit zum 2:0 – die Königsblauen waren im Prinzip noch gar nicht richtig auf dem Platz.

Um es kurz zu machen: Viel passierte danach nicht mehr. Schalke war zwar stets bemüht, den unangenehmen Rückstand bei dem abgeschlagenen Drittliga-Schlusslicht noch irgendwie wettzumachen, kam dem Schweinfurter Tor manchmal auch noch recht nahe, ohne es noch so richtig in Gefahr bringen zu können. Es blieb beim 2:0 für Schweinfurt 05.

Schalke 04: Müller – Gantenbein (25. Buzolli), Zgorecki (60. Sayman), Sanchez, Donkor (25. Hauswirth) – Grüger, Bachmann (82. Ott) – Tchibara (69. Remmert), Antwi-Adjei (25. Guiddir/82. Zeil), Takoudjou – Gomis

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