2:0 gegen Union Berlin gewonnen, zwei Tore durch Jörg Böhme im Berliner Olympiastadion: Das sind die nüchternen Fakten des Schalker Sieges im DFB-Pokalfinale 2001. Doch dieser 26. Mai 2001 war viel mehr – er war der finale Höhepunkt einer der wohl aufwühlendsten Wochen der Schalker Vereinsgeschichte.
Denn am Samstag davor durften sich die Blau-Weißen schon 4:38 Minuten lang als Deutscher Meister fühlen, ehe ihnen die Schale wieder auf dramatische Art und Weise entrissen wurde. Der Verein stand unter kollektivem Schock, es galt in den Tagen danach, die zerknirschte Mannschaft wieder für das Finale aufzurichten. Es gelang, auch mit Hilfe der Fans: Auch sie machten den Berlin-Trip zu einem königsblauen Triumphzug, der den ganzen Verein wieder in einer Mischung aus Stolz und Trotz wieder nach vorn blicken ließ. Der Pokalsieg trocknete die letzten Tränen, er war mehr als nur ein „Trostpflaster“.
Übrigens: Dass Schalke eine so großartige Saison spielen würde, war damals nicht unbedingt zu erwarten. Weil es vorher in der Bundesliga nicht immer rund lief, gab es vor der Saison von einigen Fans und Offiziellen sogar Rücktrittsforderungen an Trainer Huub Stevens, denen sich Manager Rudi Assauer aber standhaft entgegenstellte. Der hatte sich durch die Verpflichtung von Andreas Möller vom BVB gerade selbst reichlich Ärger innerhalb der Schalker Vereinsfamilie eingehandelt.
Dem DFB-Pokalsieg von 2001 widmet das Schalke-Museum eine Sonderausstellung, die am Dienstag eröffnet wurde. Eintrittspreise im Schalke-Museum: Erwachsene fünf Euro, Jugendliche (sechs bis 21 Jahre) drei Euro, Kinder (bis sechs Jahre) freier Eintritt.