NRW-Ministerium warnt vor Schokolade mit Arzneistoff Schwere Nebenwirkungen möglich

eine angebissene Schokoladentafel, daneben ein Warndreieck mit Ausrufezeichen.
NRW Ministerium warnt: Drei Schokoladen sind mit riskantem Inhalt im Umlauf. Es besteht Gesundheitsgefahr. © Lia Bekyan (Unsplash+) Grafik: Canva
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Das Wichtigste zur Produkt-Warnung:

  • Warnung: Drei Schokoladenprodukte enthalten den verschreibungspflichtigen und nicht deklarierten Wirkstoff Sildenafil
  • Risiko: Gesundheitsgefahr mit möglichen Nebenwirkungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Sehstörungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten
  • Maßnahme: Vom Verzehr wird dringend abgeraten; betroffene Produkte sollten nicht konsumiert und ggf. beim Händler reklamiert werden

Schokolade gilt als klassisches Genussmittel und wird in der Regel ohne zusätzliche Wirkstoffe hergestellt. In Einzelfällen werden jedoch Produkte bewusst mit nicht zugelassenen Substanzen versetzt, um eine besondere Wirkung zu erzielen. Genau darauf weist das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen aktuell hin: Es warnt vor mehreren Schokoladenprodukten, die den verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sildenafil enthalten und daher nicht als Lebensmittel zugelassen sind.

Ursache der Warnung: Verschreibungspflichtiges Sildenafil in Schokolade entdeckt

Wie aus den Pressemitteilungen hervorgeht, enthalten alle drei betroffenen Produkte den Wirkstoff Sildenafil, der üblicherweise zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt wird. Dieser ist verschreibungspflichtig und weder für die Herstellung noch für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen.

Die Einnahme von Sildenafil darf ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, da es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und zu Nebenwirkungen kommen kann. Dazu zählen unter anderem:

  • Hypotonie (niedriger Blutdruck), Tachykardie (Herzrasen), Angina pectoris (Brustenge)
  • Gesichtsrötung
  • Kopfschmerzen
  • Nasale Obstruktion, Rhinitis (verstopfte Nase, Schnupfen)
  • Magenbeschwerden
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Herabsetzung des Reaktionsvermögens
  • Dauererektion (Priapismus)
  • Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen oder Farbveränderungen)
  • Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (Augenerkrankung, bei der der Sehnerv nicht mehr ausreichend durchblutet wird)

Laut Ministerium sollten Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit Sildenafil keinesfalls verzehrt werden.

Betroffene Produkte im Überblick

Ginseng 48 hours Gold Chocolate

  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 01.09.2028
  • Chargennummer: DBI102020
  • Kontakt: info@48grup.com

evelle Hilti Bitter Chocolate Man und evelle Hilti Bitter Energy Chocolate Special for Women

  • Hersteller: YÖREM GIDA BITKISEL ÜRÜNLER PAZ.
  • Betriebsnummer: TR-01-K-017281366
  • Partienummer: 00.00.02
  • EAN: 8697601080733
  • Hinweis: Keine verantwortliche Person in der EU angegeben

Angaben zu konkreten Verkaufsstellen oder Vertriebswegen wurden in den Veröffentlichungen nicht gemacht. Es wird jedoch von einem bundesweiten Vertrieb ausgegangen.

Produktbilder der mit Sildenafil versetzten Schokoladen: evelle Hilti Bitter Chocolate Man und Women und Ginseng 48 hours Gold Chocolate
Die drei mit Sildenafil versetzten Schokoladen-Produkte im Überblick.© Prüfbericht CVUA Rheinland/lebensmittelwarnung.de

Verbraucherhinweis: Verzehr unbedingt vermeiden

Das Ministerium rät dringend davon ab, die genannten Produkte zu konsumieren. Aufgrund des enthaltenen, nicht deklarierten Arzneistoffs besteht eine potenzielle Gesundheitsgefahr – insbesondere für Personen mit Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente.

Informationen zur Rückgabe oder Erstattung wurden nicht veröffentlicht. Betroffene können sich an die angegebenen Herstellerkontakte oder die jeweiligen Verkaufsstellen wenden.

Weitere Warnungen und Produktrückrufe

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