„Ein neuer Blick auf wahre Verbrechen. Verbrechen, die Menschen für immer verändern.“ So leitet das ZDF den Trailer zu seiner neue Doku-Reihe „XY Spuren des Verbrechens“ ein. Damit baut der Sender die Aktenzeichen XY-Marke weiter aus. In sechs Folgen werden bekannte Kriminalfälle aus „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ erneut aufgegriffen und mit neuen Erkenntnissen beleuchtet. Im Unterschied zur ursprünglichen Fahndungssendung liegt der Fokus hier nicht auf der Suche nach Hinweisen, sondern auf der Einordnung und der Geschichte der Fälle.
Die Sendung verbindet Archivmaterial mit neuen Rechercheergebnissen und betrachtet offene Fragen unter neuem Blickwinkel. Ergänzt werden die Fälle durch Gespräche mit Betroffenen, Angehörigen sowie Expertinnen und Experten. Dabei geht es auch um Tatmotive, Ermittlungsansätze und gesellschaftliche Zusammenhänge, um ein umfassenderes Verständnis der Verbrechen zu ermöglichen.
„XY Spuren des Verbrechens“: Start, Sendetermine und Uhrzeiten
Die neue Doku-Reihe „XY Spuren des Verbrechens“ ist am Mittwoch, 6. Mai 2026 um 19.50 Uhr im ZDF gestartet. Danach werden die Folgen wöchentlich mittwochs um 19.25 Uhr ausgestrahlt. Parallel dazu stehen die Episoden jeweils am Sendetag ab 10 Uhr in der ZDF-Mediathek zur Verfügung. Die erste Staffel umfasst sechs monothematische Folgen, die jeweils mehrere Fälle aus dem „XY“-Archiv unter einem gemeinsamen Schwerpunkt bündeln.
Das sind die Sendetermine im Überblick:
Folge 1: Vermisst
- Mittwoch, 6. Mai 2026, 19.50 Uhr (Direkt im Anschluss um 20.35 Uhr lief die reguläre Aktenzeichen XY-Ausgabe für den Monat Mai)
Folge 2: Entführt
- Mittwoch, 13. Mai 2026, 19.25 Uhr
Folge 3: Serienmörder
- Mittwoch, 20. Mai 2026, 19.25 Uhr
Folge 4: Verbrechen an Prostituierten
- Mittwoch, 27. Mai 2026, 19.25 Uhr
Folge 5: Wenn Frauen töten
- Mittwoch, 3. Juni 2026, 19.25 Uhr
Folge 6: Femizide
- Mittwoch, 10. Juni 2026, 19.25 Uhr
XY Spuren des Verbrechens: Das sind die Fälle der einzelnen Folgen
Folge 1: Vermisst
1999 verschwindet die zehnjährige Hilal auf dem Heimweg spurlos – bis heute fehlt jede Spur. Trotz intensiver Ermittlungen blieb ihr Schicksal ungeklärt. Der Fall zeigt, wie schwierig Vermisstenfälle für die Polizei sind und wie belastend die jahrelange Ungewissheit für Angehörige sein kann. Auch andere Fälle werden vorgestellt und machen deutlich, wie unterschiedlich Vermisstenfälle verlaufen können.

Folge 2: Entführt
In der zweiten Folge geht es um Verbrechen, bei denen Opfer über längere Zeit ihrer Freiheit beraubt werden und um ihr Leben fürchten müssen. Besonders hervorgehoben wird der Fall von Achim H., der 1993 ausgerechnet an seinem Hochzeitstag vor seinem eigenen Haus entführt wurde. Die Täter sperrten ihn für eine Woche in eine enge Holzkiste und forderten Lösegeld. Die Sendung zeichnet den Ablauf der Tat nach – von der Entführung über die Erpressung bis hin zur Befreiung – und zeigt, welchen extremen Belastungen das Opfer in dieser Zeit ausgesetzt war. Darüber hinaus werden weitere Fälle aufgegriffen, darunter die Entführung zweier Kinder.
Folge 3: Serienmörder
Serienmörder – Täter, die über Jahre hinweg mehrfach töten und dabei bestimmten Mustern folgen. Anhand bekannter Fälle wie dem „Rhein-Ruhr-Ripper“ oder dem „Würger von Aachen“ zeigt die Sendung, wie schwer es ist, einzelne Taten miteinander zu verknüpfen – vor allem, wenn die Täter nach außen unauffällig leben.
Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig moderne Ermittlungsmethoden wie DNA-Analysen sind. Auch Hinweise aus der Bevölkerung spielen oft eine entscheidende Rolle. Ergänzend werden die Taten aus psychologischer Sicht eingeordnet.
Folge 4: Verbrechen an Prostituierten
Die vierte Folge beschäftigt sich mit Gewalt gegen Prostituierte – einer besonders gefährdeten Opfergruppe. Gezeigt werden mehrere Fälle aus dem „XY“-Archiv, darunter eine Frau, die von einem Freier betäubt und ausgeraubt wird, sowie eine Prostituierte, die von einem Kunden ermordet wurde. Außerdem geht es um eine junge Rumänin, die unter falschen Versprechungen nach Deutschland gebracht und zur Prostitution gezwungen wurde. Es werden die Risiken des Milieus gezeigt und erklärt, vor welchen Herausforderungen Polizei und Hilfsorganisationen stehen.
Folge 5: Wenn Frauen töten
In Folge 5 geht es um Gewaltverbrechen, bei denen Frauen zu Täterinnen wurden – ein vergleichsweise seltener Fall. Anhand mehrerer alter Fälle zeigt die Sendung, welche Motive hinter solchen Taten stehen können. Thematisiert werden unter anderem Beziehungstaten, Raubmorde und Verbrechen innerhalb der Familie. Die Folge beleuchtet, wie komplex die Hintergründe oft sind und dass weibliche Gewalt häufig im privaten Umfeld entsteht. Psychologische Einschätzungen sollen helfen zu erklären, warum Frauen töten und weshalb manche Täterinnen lange unentdeckt bleiben.
Folge 6: Femizide
Die sechste Folge widmet sich Femiziden – also Tötungsdelikten an Frauen, bei denen Macht, Kontrolle oder Besitzdenken eine zentrale Rolle spielen. Vorgestellt werden mehrere Fälle, darunter der Mord an einer Mutter und ihrer Tochter sowie das Verschwinden einer Frau, die später von ihrem Ex-Partner getötet wurde. Durch Gespräche mit Ermittlern und einem Strafrichter wird deutlich, dass besonders Trennungen für Frauen gefährlich sein können. Die Sendung erklärt außerdem den Begriff „Femizid“ und zeigt, welche gesellschaftlichen Faktoren hinter solchen Taten stehen.
Neues XY Spin-Off: Wer moderiert das Format?
Moderiert wird „XY Spuren des Verbrechens“ von der Journalistin Helene Reiner. Sie führt durch die einzelnen Themenfolgen, stellt Fragen zu den Fällen und ordnet neue Erkenntnisse ein. Unterstützt wird sie unter anderem von Fachleuten aus der Polizeiarbeit, die zusätzliche Perspektiven liefern. Einer davon ist Fabian Puchelt vom Bayerischen Landeskriminalamt, den XY-Zuschauer schon aus der regulären „Aktenzeichen XY… Ungelöst“-Sendung kennen. Dort informiert er zwei Mal pro Folge über den aktuellen Stand der eingehenden Hinweise. Darüber hinaus präsentiert er eine Woche später im „XY-Update“ über den aktuellen Ermittlungsstand der gezeigten Fälle.
